Darum aus der Ferne Warten

Sicherheit und Administration von Fernwartungslösungen

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13.05.2016 Gut funktionierende Fernwartung ist eine Grundvoraussetzung für hohe Maschinenverfügbarkeit bei weltweit installierten Anlagen.

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Entscheider-Facts Für Betreiber

  • Problemlösung per Fernwartung spart insbesondere bei Maschinen von weltweit operierenden Anlagenbauern viel Zeit und Kosten.
  • Der Sicherheitsaspekt hat bei der Anlagenwartung per Ferndiagnose einen hohen Stellenwert. Verschiedene Schutzvorkehrungen am Netzwerk schließen unbefugten Zugriff aus.
  • In der Praxis existieren große Unterschiede bei Sicherheit und Administrierbarkeit verschiedener Fernwartungslösungen.

Die Maschinen des Herstellers Probat erreichen ihre lange Lebensdauer nicht zuletzt mithilfe gut funktionierender Fernwartung. Das Unternehmen plant und fertigt Kaffeeröstmaschinen und komplette Produktionsanlagen einschließlich der zugehörigen Steuerungen. Für deren störungsfreien Betrieb bietet der Anlagenbauer auch Dienstleistungen wie Wartung, Montage, Inbetriebnahme, Revisionen und eine breite Auswahl von Trainings an.

Bewährtes Prinzip seit 20 Jahren
Der Röstmaschinen-Hersteller exportiert etwa 90 % der Produkte ins europäische Ausland, nach Nordamerika und in den Asien-Pazifik-Raum. Für den Support der Anlagen nutzt das Unternehmen bereits seit 20 Jahren die Fernwartung. Dies geschah zunächst per Modemeinwahl über Telefonleitungen, später dann über Breitband-DSL-Verbindungen. „Mit der Fernwartung unterstützen wir unsere Kunden bei einer möglichst hohen Maschinenverfügbarkeit und sorgen bei Bedarf für eine schnelle Störungsbeseitigung“, berichtet Thorsten Peters, Electrical Engineer Order Management bei Probat. „Wir haben damit einen direkten Zugriff auf unsere Anlagen und können viele Probleme sofort erkennen und schnell lösen.“ Dabei verweist Peters auf die Dynamik der immer leistungsfähigeren Anlagen. Während früher die Software mit unter 1 MB auf eine Diskette passte, haben sich Umfang und Bedeutung der Anlagensteuerung grundlegend verändert. Die Software umfasst heute eher 1 GB, was auch eine erhöhte Bandbreite bei der Fernwartung erfordert. Inzwischen hat das Unternehmen über 300 Systeme mit Teleservice-Technik ausgestattet, davon sind bereits 139 Anlagen über breitbandige VPN-Zugänge (Virtual Private Network) angeschlossen.
Kommt es zu einem Support-Einsatz aus der Ferne, liest der Servicetechniker zunächst die Wartungsinformationen und den Fehlerspeicher der Anlagensteuerung aus. Daraus ergeben sich bereits wichtige Hinweise auf Fehlbedienungen, Konfigurationsmängel oder technische Störungen. Darüber hinaus erhält der Techniker Daten darüber, wie lange beispielsweise die Antriebe bereits laufen und wie viele Umdrehungen aktive und passive Teile wie Rollen oder Walzen erreicht haben. So empfiehlt der Hersteller nach einer bestimmten Anzahl Betriebsstunden eine Wartung des Motors, um einen Ausfall zu vermeiden.

Heftausgabe: Mai 2016
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Martin Ortgies, freier Fachjournalist

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Martin Ortgies, freier Fachjournalist
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