Auf die Länge kommt’s nicht an

Single-Maschinencontroller steigert Verpackungsgeschwindigkeit

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14.06.2019 Sich ändernde Anforderungen der Verbraucher führen dazu, dass die Hersteller eine größere Vielfalt an Produkten und kleinere Losgrößen produzieren müssen. Deshalb müssen neue Verpackungsmaschinen in der Lage sein, die Prozesse schnell umzustellen, und zwar mit minimalen Umrüstzeiten zwischen den einzelnen Produktionsläufen.

Entscheider-Facts

  • Eine horizontale Schlauchbeutelmaschine erreicht mit einem einzelnen Maschinencontroller eine 10 % höhere Verpackungsgeschwindigkeit, verglichen mit einer früheren Maschine, die zwei separate Controller nutzte.
  • Die Single-Controller-Lösung ermöglicht außerdem flexible Format- und Folienwechsel, ohne die Maschine anzuhalten, und benötigt bis zu 30 % weniger Energie.
  • Durch die präzise Temperaturregelung erzielt die Maschine eine qualitiv hochwertige Versiegelung, auch mit umweltfreundlichen Folien.
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Mit der Verpackungsmaschine mit Single-Controller lässt sich die Produktion schnell umstellen, sodass das Verpacken von Pasta mit unterschiedlichen Längen möglich ist. (Bild: Martini)

Auch eine qualitativ hochwertige Versiegelung wird immer wichtiger, da die Branche nachhaltigere Verpackungslösungen benötigt, etwa mit dünneren Kunststofffolien, Mehrschichtverpackungen oder recycelbaren Folien für umweltfreundliche Verpackungen.

Folien- und Formatwechsel ohne Stillstand

Der Verpackungsanlagen-Entwickler Martini liefert komplette und ausgereifte Lösungen für das Wiegen und Verpacken von langer und kurzer Trockenpasta sowie für Snacks, Backwaren, frische und tiefgekühlte Lebensmittel, Pulverprodukte und Tiernahrung.
Die horizontale Schlauchbeutelmaschine des Unetrnehmens produziert nicht nur 10 % schneller, sondern ermöglicht auch einen automatischen Wechsel von Verpackungsfolien, ohne dass die Maschine angehalten werden muss. Das spart Zeit und vermeidet Ausschuss. Dazu hat auch der Single-Maschinencontroller Sysmac NJ501-1400 beigetragen, der zwei separate Controller in der bewährten MLV130-Anlage von Martini ersetzt hat und für eine einheitliche Steuerung sorgt. Diese Anlage verfügt über sowohl einen Kopf für Doppeldichtung und ein Long-Dwell-Profil als auch eine volumetrische Dosiereinheit für ein schnelles, präzises Wiegen.

Mit dem einheitlichen Steuerungssystem kann die neue Anlage von Martini die Bewegungsprofile im laufenden Betrieb ändern und sich so schnell an unterschiedliche Produktionsanforderungen anpassen. Dadurch können die Beutellänge und die Herstellungsgeschwindigkeit geändert werden, ohne Material zu verschwenden oder die Maschine anzuhalten. Sie muss nur beim ersten Einschalten zum Nullpunkt zurückkehren, um die Ausgangsposition festzulegen. Danach kann die Maschine bei Problemen oder Formatänderungen mittels Absolutwertgebern und Software-Programmierung automatisch an die richtige Achsenposition zurückkehren und die Produktion sofort wiederaufnehmen, ohne dass durch eine Rückkehr zum Nullpunkt Zeit vergeudet wird. (1/3)

Heftausgabe: Pharma+Food Juli 2019
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Über den Autor

Jessica Schreiner, Lewis PR, für Omron
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