Duft- und Geschmacksstoffe

Symrise wächst schneller als der Markt

29.10.2019 Der Aromenhersteller Symrise trotzt der Konjunkturflaute und hat in den ersten neun Monaten 2019 den Umsatz deutlich gesteigert. Auch für eine geplante Übernahme in den USA erwartet das niedersächsische Unternehmen nun endlich grünes Licht.

Insgesamt setzte Symrise zwischen Januar und September 2019 nach den neuesten Zahlen etwa 2,55 Mrd. Euro um – das entspricht einem Plus von 7,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Diese positive Entwicklung zieht sich dabei durch alle Segmente: Scent & Care, das Geschäft mit Duft und kosmetischen Inhaltsstoffen, steigerte seinen Umsatz um
7,1 %. Im Segment Flavor – Aromen für Lebensmittel und Getränke – betrug das Plus 5,8 %. Zweistelliges Wachstum zeigten in diesem Bereich das Geschäft in Lateinamerika, insbesondere in Mexiko und Brasilien. Auch in der Region Asien/Pazifik erreichten die Anwendungsbereiche Getränke und würzige Produkte zweistellige Wachstumsraten. Knapp darunter blieb das dritte Segment, Nutrition, das den Geschäftsbereich Diana mit Anwendungen für Lebensmittel, Heimtiernahrung sowie Probiotika umfasst, und ein Umsatzplus von 9,4 % erzielte.

Zuversichtlich für Gesamtjahr und Übernahme

Der Konzern stellt unter anderem Duft- und Geschmackstoffe her. (Bild: Symrise)

Der Konzern stellt unter anderem Duft- und Geschmackstoffe her. (Bild: Symrise)

Vor dem Hintergrund dieser positiven Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten zeigt sich Symrise zuversichtlich, die Prognose für das Gesamtjahr 2019 zu erfüllen. Das Unternehmen geht weiterhin davon aus, einen Umsatzanstieg zwischen 5 und 7 % zu schaffen und das Wachstum des relevanten Marktes damit zu übertreffen. Erwartungen zufolge soll der Markt weltweit um 3 bis 4 % wachsen.

Bereits im Januar hatte Symrise die geplante Übernahme des US-amerikanischen Unternehmens ADF/IDF angekündigt, einem Anbieter von Proteinspezialitäten auf Basis von Fleisch- und Ei-Produkten. Ursprünglich sollte der Deal bis Mitte 2019 abgeschlossen sein. Die behördlichen Genehmigungen, insbesondere des US-Justizministeriums, lassen aber noch immer auf sich warten. Übernahmen in den USA seien “nicht mehr ganz so einfach”, erklärte Vorstandschef Heinz-Jürgen Bertram gegenüber Reuters. Symrise rechnet nun aber tatsächlich noch bis Ende 2019 mit dem Abschluss. (jg)

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