Nach Milliarden-Sammelklage

Syngenta einigt sich auf Vergleich

13.03.2018 Der Schweizer Saatgutkonzern Syngenta hat sich mit den Klägern in einem Prozess um gentechnisch verändertes Maissaatgut auf einen Vergleich geeinigt. Zehntausende US-Farmer und getreideverarbeitende Betriebe erhalten insgesamt 1,5 Mrd. Dollar (1,2 Mrd. Euro).

Anzeige
Der Übernahme-Deal zwischen Chemchina und Syngenta erfordert offenbar Zugeständnisse an die Kartellbehörden. (Bild: Syngenta)

In einer Sammelklage von US-Farmern gegen den Schweizer Saatgutkonzern haben sich die Parteien auf einen Vergleich geeinigt. (Bild: Syngenta)

Das Saatgut, das der Agrarkonzern den Farmern für die Aussaat ab der Anbausaison 2011 verkauft hatte, wurde in China erst drei Jahre später, Ende 2014 zugelassen. Damit sei der chinesische Markt für den US-Mais unzugänglich geworden, machten die Farmer in Klagen vor Staats- und Bundesgerichten geltend.

Weiterhin erklärten sie, dieser Schritt hätte einen Preisrückgang eingeleitet, der mehrere Jahre angehalten und allen Produzenten geschadet habe. Syngenta hatte hingegen argumentiert, der Maispreis sei nicht durch die chinesische Ablehnung des Saatguts, sondern durch allgemeine Marktkräfte nach unten gedrückt worden.

Wie das Handelsblatt berichtet, muss die am Montag erzielte Einigung jedoch noch von einem Bundesrichter in Kansas gebilligt werden. Exporteure wie Cargill und ADM, die Syngenta ebenfalls verklagt haben, sind von dem Vergleich nicht betroffen.

(kk)

Anzeige
Loader-Icon