Lebensmittel-Sicherheit

Thyssenkrupp baut neues Kompetenzzentrum für Hochdruck-Pasteurisierung

06.09.2019 Die Anlagenbau-Sparte von Thyssenkrupp will in Quakenbrück das nach eigenen Angaben deutschlandweit größte Zentrum zur Hochdruck-Pasteurisierung von Lebensmitteln errichten. Dort sollen ab 2021 auf einer Fläche von etwa 630 m² frische Produkte im Umfang von 26 t/d haltbar gemacht werden. Die Investitionssumme liegt bei rund 3 Mio. Euro.

HPP-Anlagen sollen den Verfallsprozess von frische Lebensmitteln verlangsamen. (Bild: Thyssenkrupp)

HPP-Anlagen sollen den Verfallsprozess von frische Lebensmitteln verlangsamen. (Bild: Thyssenkrupp)

Die Hochdruck-Pasteurisierung (HPP) ermöglicht die schonende Haltbarmachung von Lebensmitteln ohne den Einsatz von Hitze oder chemischen Zusatzstoffen. Dabei wird Hochdruck von bis zu 6.000 bar genutzt, um schädliche Organismen wie Keime, Pilze oder Hefen zu vernichten und damit den Verfallsprozess von frischen Lebensmitteln wie Säften, Milchprodukten, oder Meeresfrüchten zu verlangsamen.

Vor-Ort-Kooperation mit dem DIL

Mit dem Bau des Kompetenzzentrums im Business- und Innovationspark Quakenbrück will Thyssenkrupp Anfang 2020 beginnen. Der Standort liegt in direkter Nähe zum Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik (DIL), mit dem dem das Unternehmen im Bereich Forschung und Entwicklung kooperiert. Schwerpunkte der Kooperation vor Ort sollen unter anderem mikrobiologische Untersuchungen sowie die Entwicklung neuer nachhaltiger und unbelasteter Lebensmittel auf Basis der HPP-Technologie sein. (jg)

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