Von der Waage bis zum Barcode

Track&Trace bei einem Schweizer Lohnhersteller

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12.09.2018 Weltweit müssen verschreibungspflichtige Arzneimittel identifizierbar sein und sich lückenlos in ihrer gesamten Wertschöpfungs- und Lieferungskette zurückverfolgen lassen. Der Lohnhersteller aus dem Beispiel setzt dazu auf Lösungen aus einer Hand – von der Serialisierung über die Aggregation und Tamper-Evidence bis hin zum Wiegen.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Lohnhersteller müssen ihren internationalen Kunden heute verschiedenste Kennzeichnungslösungen bieten – von der Faltschachtel bis zur Versandheinheit.
  • Das Schweizer Unternehmen aus dem Beispiel nutzt für Serialisierung, Aggregation, Tamper-Evidence und Wiegen Maschinen desselben Herstellers.
  • Dies sorgt für mehr Flexibilität an der Linie, einfachere Bedienung und kürzere Umrüstzeiten.
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Serialisierung und Aggregation bis zur Versandeinheit vereinfachen die Produktzuordnung entlang der gesamten Lieferkette. (Bilder Wipotec – OCS)

Maschinenlesbare Codes auf den Verpackungen stellen eine eindeutige Produktzuordnung sicher und sind damit die Grundlage für fälschungssichere Medikamente in den Apotheken. Je nach Land umfasst die Kennzeichnungspflicht für Track&Trace auch übergeordnete Logistikeinheiten bzw. Handelsstufen. In der Produktionsstätte des Schweizer Lohnherstellers Acino Pharma in Aesch hielt Track&Trace und die dazu benötigte Technik schon vor einigen Jahren Einzug. Das Unternehmen entschied sich dabei für Lösungen von Wipotec-OCS aus Kaiserslautern. Schlüsselbereich neben der Serialisierung war die notwendige Flexibilität an der Linie: Man wollte so viele Freiräume für das Personal wie möglich. Dies ist wichtig, um auf internationalen Märkten mit eigenen Produkten auftreten und die Aufträge internationaler Kunden bedienen zu können. Im aktuellen Fall waren nun Lösungen zu finden, die das Handling der Logistikeinheiten bei höherem Durchsatz wesentlich vereinfachten und parallel das Bedienpersonal in die Lage versetzten, die Linien bei einem überschaubaren Trainings- und minimalem Serviceaufwand im 24/5-Betrieb laufen zu lassen.

Serialisierung – so kompakt wie möglich

In Aesch kommen drei Maschinen aus dem der Produktfamilie Traceable Quality System (TQS) zum Einsatz: Die TQS-SP für die Single-Pack-Serialisierung, die TQS-CP für die Case-Aggregation sowie die TQS-HC-A. Bei Letzterer handelt es sich um eine kompakte All-in-one-Serialisierungsmaschine: Mit ihr lassen sich Faltschachteln auf kleinster Stellfläche serialisieren und manipulationssicher verschließen. Ihre Wiegefunktion ermöglicht zudem eine Vollständigkeitskontrolle. Fehlerhafte Codierungen werden vor dem Wägeband in einen eigenen, abschließbaren Auffangbehälter ausgeleitet. Fehlgewichtige Packungen hingegen haben unmittelbar hinter dem Wägeband ein eigenes Auswurfsystem. Die intuitive Bedienung aller Komponenten geschieht über eine gemeinsame Softwareoberfläche, die beim Einsatz in Aesch vor allem durch ihre Nutzerfreundlichkeit überzeugt hat.

Die installierten Serialisierungssysteme sind mit einer Funktion ausgestattet, um die Druckqualität des aufgedruckten Codes inline zu prüfen. Dieses sogenannte Grading erfolgt im Durchlauf der Packung und ist angelehnt an die ISO/IEC 15415 für 2D-Codes bzw. 15416 für 1D-Codes. Die Auswertung ist ein guter Indikator für die Druckqualität und wird als Tendenzanzeige verwendet.

Heftausgabe: September 2018
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Über den Autor

Kay Wessin ist Content Specialist bei Wipotec
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