Milliarden-Übernahme im Okologie-Sektor

US-Handelsaufsicht schaut bei Celgene-Übernahme genauer hin

27.03.2019 Anfang 2019 hat der US-amerikanische Biotech-Konzern Celgene der Übernahme durch den  Pharmariesen Bristol-Myers Squibb (BMS) zugestimmt. Die Handelsaufsicht FTC nimmt den Milliardendeal nun aber noch einmal unter die Lupe.

Mit der Übernahme wollen BMS und Celgene sich auf dem derzeit lukrativen Markt für Krembsmedikamente zusammentun. Im Onkologie-Geschäft erwarten die Partner einen gemeinsamen Umsatz von rund 23 Mrd. US-Dollar. BMS will dafür 74 Mrd. US-Dollar zahlen, inklusive Schulden wächst der Gesamtwert der Übernahme auf 89 Mrd. US-Dollar, die damit größte Übernahme der Pharmabranche bislang. BMS-Konzernchef Giovanni Caforio beschrieb den geplanten Deal als „das Beste aus Pharma zusammen mit dem Besten aus Biotech“. Investoren und Aktionäre müssen der Übernahme noch zustimmen, der Abschluss der Transaktion wird aber für das dritte Quartal 2019 erwartet.

Die US-amerikanische Federal Trade Commission (FTC) untersucht allerdings noch, ob der Zusammenschluss eine zu große Marktmacht bei Medikamenten gegen Schuppenflechte (Psoriasis) bündeln würde. Das Celgene-Medikament Otezla brachte in diesem Bereich 448 Mio. US-Dollar Umsatz im vierten Quartal 2018. BMS berichtete im vergangenen September positive Studienergebnisse für ein neues Medikament gegen die Krankheit. Analysten sehen jedoch eine breite Auswahl bereits erhältlicher Psoriasis-Medikamente auf dem Markt und rechnen daher nicht damit, dass die zusammengelegten Portfolios von BMS und Celgene eine zu große Übermacht hervorrufen. (ak)

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