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Innerhalb von vier Monaten muss die Jahresproduktion fertig sein. Entsprechend teuer sind Ausfälle für einen Zuckererzeuger. (Bild: Billion Photos-Womue-Fotolia)

| von Denis Sauerwald, Marketing, Fagus-Grecon
  • Bei der Zuckerherstellung aus Zuckerrüben verarbeiten Anwender die Rüben komplett: Der Zucker wird entzogen und die verbleibenden Zuckerrübenschnitzel werden pelletiert und zu Tierfutter verarbeitet. Dabei stellt der entstehende Staub eine Brandgefahr dar.
  • Der Betreiber hat sich daher für die Installation einer Funkenlöschanlage entschieden und damit die Sicherheit in seiner Produktion erhöht.
  • Ein jährlicher Wartungsservice ist dabei ein weiterer Beitrag zur Prozesssicherheit.

Alleine am Standort Rain (Lech) verarbeitet das Unternehmen jährlich bis zu 1.600.000 t Zuckerrüben zu einer Menge von bis zu 250.000 t Zucker.

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Erkennt der Melder Funken, schaltet der entsprechende Anlagenteil ab, oder ein Wassernebel löscht die Zündinitiale. (Bild: Grecon)

Zuckerkampagne – 24/7-Produktion für 4 Monate

Diese Menge an Zucker produziert der Betreiber ausschließlich im Zeitraum von Mitte September bis Januar. In dieser Zeit verarbeitet das Unternehmen täglich bis zu 12.000 t Rüben zu Zucker. Als Nebenprodukte fallen dabei Melasse, Carbokalk und Rüben-Melasseschnitzel an. Nachdem die Zuckerrüben geschnitten und der Zucker aus den sogenannten Schnitzeln extrahiert wurde, wird das Material getrocknet und zu Pellets gepresst. Der Staub von getrockneten Zuckerrübenschnitzeln ist allerdings brennbar und damit eine Gefahr für die Sicherheit von Produktion und Personal.

Hohe Empfindlichkeit für hohe Sicherheit

Um einen optimalen Schutz zu ermöglichen, überwachen speziell auf die einzelnen Anwendungen angepassten Melder die unterschiedlichen Prozesse der Pelletherstellung. So sichert der hochempfindliche Funkenmelder FM 1/8 beispielsweise Absaugleitungen vor Funken und heißen Teilchen ab. Hersteller Grecon hat ihn speziell für Förderleitungen oder Fallschächte mit hoher Materialbeladung, aber ohne Lichteinfall entwickelt, um Brand- und Explosionsgefahren zu verhindern. An solchen Einsatzorten erreicht er seine höchste Empfindlichkeit, sodass er auch Zündquellen, die sich mitten im Produktstrom befinden, erkennen kann. Die Optik des Funkenmelders ist an die Wandung des zu überwachenden Bereiches angepasst, sodass sie bei der Auswahl des optimalen Einbauortes keinen Schaden vom Produktstrom nimmt. Somit ist es möglich, die Lebensdauer und die Wartungsfreundlichkeit auf ein Maximum zu erhöhen. In Ausnahmefällen erhöhen Spülluft-Adapter bei zu erwartenden starken Ablagerungen auf den Melder-Optiken die Erkennungssicherheit – wodurch sich die Reinigungsintervalle vergrößern. Selbst bei Transportgeschwindigkeiten bis 50 m/s ist der Melder in der Lage, auch kleinste Zündinitiale, die ihn passieren, sicher zu erkennen.

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Der Melder erkennt auch Funken, die ihn mit 50 m/s passieren. (Grecon)

Jedem Problem seine Lösung

Für das Überwachen offener Transportbänder oder anderer Fördersysteme, bei denen sich der Einfluss durch Fremdlicht nicht vermeiden lässt, sind spezielle Tageslicht-Funkenmelder im Programm. Diese blenden das in Tages- und Kunstlicht vorkommende Infrarotspektrum aus, was dennoch eine sichere Detektion relevanter Zündinitiale ermöglicht. Insbesondere in Fallschächten mit sehr dichten Materialströmen reicht eine in der Schachtwandung installierte Infrarotlicht-Sensorik nicht aus. Ein Thermomelder, der bei einem brandtypischen Temperaturanstieg Alarm schlägt, sowie ein Brandgasmelder, der auch tief im Material sitzende Glimmnester identifiziert, komplettieren das Melderspektrum. Erkennt eines der Systeme Funken oder heiße Teilchen, erfolgt die Abschaltung der jeweiligen Anlage oder das automatische Löschen der Zündinitiale durch einen fein verdüsten Wassernebel. „Der fein zerstäubte Wassernebel verhindert effektiv die Eintragung von Zündinitialen in die Filteranlage.“ berichtet Manfred Mayr, Meister Mess- und Regeltechnik bei Südzucker, aus der Praxis.

Wartung und Service

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Beim Herstellen der Pellets kann es zu einer gefährlichen Staubentwicklung kommen. (Grecon)

 

Um sicherzustellen, dass die Anlage reibungslos funktioniert, lässt der Betreiber diese jeden Sommer, kurz vor Beginn der Kampagne vom Kundendienst des Brandschutz-Spezialisten warten und auf Sicherheitslücken überprüfen. „Den jährlichen Check lassen wir vom Grecon-Kundendienst ausführen, um sicher zu sein, dass alles reibungslos funktioniert.“ erklärt Mayr. „Nach der Wartung können wir mit einem guten Gefühl in die nächste Kampagne gehen.“

ZUM ANWENDUNGSSPREKTRUM

Viele Herausforderungen, viele Lösungen

In der Praxis gibt es innerhalb der oft sehr komplexen Produktionsanlagen eine Vielzahl anspruchsvollerer Umgebungsbedingungen, denen Lösungsanbieter mit veränderten Konzepten und modifizierten oder neuen technischen Applikationen begegnen müssen, um Betreibern auch in diesen Bereichen eine Funkendetektion zu ermöglichen. Aufgrund der langjährigen Erfahrungen ist der Hersteller des Funkenmelders mit allen in der Praxis anzutreffenden Anforderungen vertraut und hat darauf abgestimmte Systemkomponenten entwickelt. So können auch Bereiche mit hohen Betriebstemperaturen, wie sie bei Trocknungsprozessen auftreten, zuverlässig überwacht werden. Dafür setzt Grecon Funkenmelder ein, deren Elektronik durch entsprechend lange Glasfaserlichtleiter vor der bis zu 600 °C heißen Prozesswärme geschützt wird.

 

Powtech Halle 4 – 201

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