Folienverpackungsmaschinen zur Verpackung von hochwertigen Kosmetika

Verfügbarkeit ist das A und O

06.11.2007 Anspruchsvolle Produkte brauchen hochwertige Verpackungen: Anfang Juli nahm das Schweizer Kosmetikunternehmen Juvena am Standort Baden-Baden die dritte vollautomatische Folienverpackungsmaschine in Betrieb. Damit erwarb das Unternehmen, das der Beiersdorf-Gruppe angehört, seine dritte Seitenschweißmaschine Universa 400 seit Markteinführung der Maschine im Jahr 2000. Mit ihr setzt das Kosmetikunternehmen auf minimierte Umrüstzeiten sowie einwandfreie Folienverpackung.

Wenn anspruchsvolle Kunden hochwertige Kosmetikprodukte kaufen, muss auch die Verpackung genauso hochwertig und vor allem einwandfrei sein, so der Anspruch des renommierten Kosmetikunternehmens Juvena. Jedes einzelne dieser hochwertigen Produkte oder Gebinde wird daher nach dem Folienverschweißen manuell und per Augenschein auf Beschädigungen, Kratzer und einwandfreie Folienverpackung geprüft. Gibt es Beanstandungen in den Augen der Verantwortlichen, wird das Produkt ausgemustert, entpackt und wieder in den Prozess zurückgeführt. Damit das möglichst selten passiert, kommen hierfür nur hochpräzise Folienverpackungsmaschinen in Frage.

Vielfältige Produktformate bedürfen neuer Maschinentechnologien

Auf Grund der extrem großen Vielfalt neuer Produktformate – sowohl in Größe als auch in Form – benötigte das Kosmetikunternehmen eine weitere Maschine, um sich auf diese neuen Anforderungen einzustellen. So kam Anfang Juli 2007 die inzwischen dritte Seitenschweißmaschine Universa 400 zu Juvena nach Baden-Baden. Sehr zur Freude des Maschinenherstellers, denn für ihn war es die 1000ste ausgelieferte Maschine dieser Art seit der Markteinführung im Jahr 2000. Der Standort Baden-Baden gilt als kleiner, aber feiner Know-how-Träger. Hier werden unter anderem auch Produkt- und Verpackungsinnovationen einzeln oder in kleinen Auflagen auf ihr Erfolgspotenzial überprüft, bevor sie zur Serienproduktion frei gegeben werden.

Um diese Arbeit zu leisten, benötigte man eine Folienverpackungsmaschine, die kurze Umrüstzeiten bei häufig anfallendem Formatwechsel ermöglicht. Schließlich werden bei Juvena verschiedene Produktformate in unterschiedlich großen Mengen eingeschweißt. Ohne optimierte Rüstzeiten würde man bei dem breit gefächerten Produktprogramm mit oftmals kleinen Serien sehr viel an Effizienz einbüßen. „Man kann mit dieser Maschine von der kleinsten Einzelpackung bis zur großen Mehrstückpackung alles verarbeiten“, freut sich Bernhard Zaum, Technischer Manager bei Juvena Baden-Baden. Die maximale Leistung liegt bei 85Takte/min. Das Zuführband lässt sich problemlos auf unterschiedliche Produktbreiten einstellen. Nach Umhüllung des Produkts mit Folie erfolgt die Querschweißung mit einem dauerbeheizten Schweißsystem. Die Längsschweißung wird durch eine kontinuierliche Seitenschweißeinrichtung erzeugt. Die Höhenlage der Formschulter und Schweißeinrichtungen ist manuell einstellbar. Der verbleibende Folienreststreifen wird auf einer Folienaufwicklung aufgenommen.
Der Kosmetikhersteller legt großen Wert auf eine erstklassige Verpackungsoptik seiner Premium-Produkte. Das bedeutet optimal und kratzerfrei verpackte Ware einschließlich einwandfreier Schweißnähte. Juvena-Produkte sind sehr erfolgreich am Markt, so dass der Standort Baden-Baden mit der Produktion wächst. Für die Folienverpackung bedeutet dies zwischen 6000 und 8000 Gebinde/Schicht. Dies entspricht lediglich 60% dessen, was die Maschine leisten kann; für die Zukunft sind also Leistungsreserven vorhanden. „Ebenfalls sehr wichtig ist der hohe Verfügungsgrad der Maschine, der uns die erforderliche Produktivität sichert“, so Zaum. Die verhältnismäßig geringen Abmessungen der Maschine ermöglichten es, sie bei Juvena Baden-Baden vorübergehend in einem relativ kleinen Produktionsraum zu installieren.

„Die Entwicklung von der ersten Maschine vor sieben Jahren bis zur heutigen ist deutlich spürbar“, so Zaum. „Zum Beispiel hat sich die Schweißtechnologie geändert. Die Schweißsysteme sind heute so gestaltet, dass es fast keinen Verschleiß mehr gibt.“ Die Maschine selbst ist jetzt sehr übersichtlich, alle Bedienelemente sind frei zugänglich. In ihr stecken weniger bewegliche Bauteile und Antriebe als früher. Mittlerweile kommt sie ohne Druckluft aus – anders als viele andere Maschinen dieser Kategorie. Wichtigstes Kriterium für Juvena war der flexible Einsatz mit kürzesten Umrüstzeiten.

„Durch die hohe Zuverlässigkeit der Maschine ist unsere Produktionssicherheit gewährleistet. Dazu kommen flexibler Einsatz und kurze Umrüstzeiten“
Bernhard Zaum, Technischer Manager bei Juvena Baden-Baden

Heftausgabe: November 2007

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Lind
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