Neue Verpackungstechnologien auf dem Bosch-Pharmatag

Vernetzte Pharmaproduktion

23.05.2016 Welche Chancen bietet die vernetzte Industrie für die Pharmaproduktion? Diese Frage stand im Mittelpunkt des diesjährigen Pharmatages beim Verpackungsmaschinenhersteller Bosch.

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Vernetzte Pharmaproduktion

Mit rund 300 Teilnehmern aus aller Welt verzeichnete der Bosch Pharmatag einen neuen Rekord. (Bild: Redaktion Pharma+Food)

Und dieser bot den Teilnehmern nicht nur Antworten, sondern zeigte auch neue Maschinen.

Vernetzte Pharmaproduktion

Uwe Harbauer sieht in der Vernetzung und Industrie 4.0 große Chancen für die Pharmaproduktion. (Bild: Redaktion Pharma+Food)

Rund 300 Pharmaexperten aus aller Welt waren dafür am 10. Mai nach Crailsheim gereist und bescherten dem Veranstalter des zweitägigen Events einen Besucherrekord. Neben zahlreichen Maschinen und Linien zur Abfüllung flüssiger Pharmazeutika konnten sich die Teilnehmer über die Außenreinigung von Vials und Ampullen (RAN 3080), die  Kombination visueller Inspektionstechnologie und Dichtigkeitsprüfung (AIM 3000), passendes Downstream-Equipment (RIL 3010) sowie spezielle Kundenprojekte informieren. Sekundärverpackungs- und Serialisierungslösungen rundeten den Einblick in die pharmazeutische Linienkompetenz des Herstellers ab. Diese wird, so Uwe Harbauer, Leiter der Business Unit Pharma, vor allem für Kunden aus dem asiatischen und afrikanischen Raum immer wichtiger.

Joachim Brenner, Standortleiter bei Bosch Packaging Technology in Crailsheim, sieht vor allem einen hohen Bedarf an Isolatortechnologie, der auch dem Trend hin zu hochwertigen biopharmazeutischen Produkten geschuldet ist. „Die Anforderungen lauten: kleine Mengen, hohe Flexibilität und hohe Qualität“, so Brenner.

Vernetzte Pharmaproduktion

Auf dem Pharmatag wurde die neuen ALF 5000 Füll- und Verschließmaschine für Ampullen und Injektionsflaschen vorgestellt. (Bild: Pharma+Food)

Diese Forderungen standen auch bei der Entwicklung einer neuen Füll- und Verschließmaschine für Ampullen und Injektionsflaschen pate: Die ALF 5000 kann mit allen gängigen Füllsystemen wie Peristaltikpumpe oder Zeit-Druck-Füllsystem ausgerüstet werden und verarbeitet zusätzlich zu Ampullen auch Injektionsflaschen. Optional sind außerdem die statistische oder 100%-In-Prozess-Kontrolle. Und mit einer Ausbringung bis 600 Ampullen pro Minute ist die Maschine zudem für den Hochleistungsbereich geeignet.

Im Vortragsprogramm wurden Industrie 4.0-Anwendungsmöglichkeiten für die pharmazeutische Industrie referiert und diskutiert. Der Veranstalter zeigte Industrie 4.0-Anwendungsmöglichkeiten im Pharmabereich. So lassen sich beispielsweise Track&Trace-Lösungen mit der CPI-Software von Bosch kombinieren und in die Unternehmens-IT integrieren, um das Ordermanagement abzuwickeln und den Import und Export der Seriennummern zu steuern. Die Daten stehen so gemäß den gesetzlichen Vorgaben zur Übertragung an behördliche oder herstellereigene Datenbanken bereit. Der Pharmatag findet alle drei Jahre statt.[as]

Heftausgabe: Juni 2016
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Über den Autor

Armin Scheuermann ist Chefredakteur von Pharma+Food
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