Schott, Gerresheimer und Stevanato

Verpackungshersteller sind bereit für Corona-Impfstoff

18.06.2020 Verschiedene Pharmaunternehmen hatten zuletzt gewarnt, dass es einer bei großflächigen Impfkampagne gegen das Corona-Virus zu einem Engpass geeigneter Verpackungen kommen könnte. Die Pharmazulieferer Gerresheimer, Schott und Stevanato betonen dagegen nun ihre Bereitschaft und verweisen auf zusätzliche Investitionen.

In einer gemeinsamen Erklärung erklärten die drei Unternehmen explizit ihre Bereitschaft, „die Pharmabranche im Kampf gegen Covid-19 zu unterstützen“. Gerresheimer, Schott und Stevanto stellen jährlich Milliarden von Fläschchen aus sogenanntem Borosilicatglas Typ 1 her. Dieser Glastyp ist der Quasi-Standard in der Pharmaindustrie, wenn es um Verpackungen für Impfstoffe geht. Die Hersteller betonen darüber hinaus, dass sie die Pharmaunternehmen trotz der besonderen Liefersituation durch Covid-19 „auch bei der generellen Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten unterstützen werden“ – je nachdem, welche Prioritäten diese setzen. Ziel der gemeinsamen Erklärung sei es, trotz vieler Unwägbarkeiten das Vertrauen in die globale pharmazeutische Versorgungskette zu bekräftigen.

„Erheblich in weitere Kapazitäten investiert“

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Alle drei Unternehmen produzieren Pharmafläschchen aus Spezialglas, in denen auch Impfstoffe und Medikamente gegen das neuartige Coronavirus letztlich zu den Menschen gelangen werden. (Bild: Gerresheimer)

Man werde alles tun, um „hochwertige Medikamentenverpackungen in den benötigten Mengen zu liefern“, erklärt etwa Dr. Frank Heinricht, Vorsitzender des Vorstandes von Schott. Sein Unternehmen habe bereits erheblich in weitere Kapazitäten investiert und sei daher optimistisch, dass die Versorgungsziele erreicht werden können. Ähnliches ist von Franco Stevanato, CEO der Stevanato-Gruppe zu hören: “Wir haben unsere Produktionskapazität für Fläschchen aus Borosilicatglas erweitert, um die Massenherstellung von Impfstoffen zu unterstützen.“ Sein Unternehmen sei sich der wichtigen Rolle bewusst. Auch bei Gerresheimer verweist man auf  bereits getätigte und laufende Invesitionen: „2019 und 2020 investieren wir mehr denn je in die Lieferung von Produkten höchster Qualität mit zusätzlichen Kapazitäten“, sagt Dietmar Siemssen, Vorstandsvorsitzender von Gerresheimer. Auch für eine globale Verteilung sei man gerüstet: „Mit unseren Fläschchen und Spritzen, die in unseren großen Werken in den USA, Mexiko, Europa und Asien hergestellt werden, sind wir bestens darauf vorbereitet, die weltweite Marktnachfrage nach potenziellen Covid-19-Impfstoffen zu bedienen.“ (jg)

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