Nachhaltig verpacken

Verpackungsmaterialien für erleichtertes Recycling

Ganzheitliche Lösungen sind zielführend

Für die Implementierung nachhaltiger Verpackungskonzepte in der Lebensmittelindustrie ist eine ganzheitliche Betrachtung der gesamten Wertschöpfungskette von der Herstellung über die logistische Kette bis hin zur Verwendung beim Verbraucher unabdingbar. Neben der Einführung von geschlossenen Recycling-Kreisläufen und damit der Wiederverwertung von Kunststoffverpackungen sind auch Konzepte zur Reduzierung des Kunststoffverbrauchs bei der Packungsherstellung oder Konzepte zur Verwendung von alternativen Packstoffen zielführende Optionen.

Bei Glas, Papier, Aluminium und Weißblech sowie auch bei PET-Flaschen bestehen bereits geschlossene, funktionierende Kreisläufe für die Wiederverwertung. In Deutschland werden zum Beispiel rund 99 % der pfandpflichtigen PET-Getränkeflaschen gesammelt, knapp 94 % davon recycelt.

Bei Kunststoffverpackungen zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Zwar steht Deutschland mit einer Quote von 65 % beim Recycling von Kunststoffen unangefochten an der Spitze vor Österreich, Belgien und Slowenien – allerdings wird bei der Berechnung nur die Anlieferung der Müllmenge in den entsprechenden Wiederverwertungsanlagen zugrunde gelegt und nicht die Menge, die tatsächlich wiederverwertet wird. Der überwiegende Teil des Abfalls wird aussortiert und gelangt in die Müllverbrennungsanlage – oder wird im Ausland entsorgt. Ein wesentlicher Grund hierfür ist, dass sich viele Materialien derzeit noch nicht sauber trennen lassen. Denn die in der Lebensmittel-industrie eingesetzten Packstoffe sind vorwiegend Mehrschichtverbunde. Sie haben den großen Vorteil, dass sie trotz eines relativ geringen Volumeneintrags individuell auf das jeweilige Lebensmittel abgestimmte Barriereeigenschaften und damit eine optimale Schutzfunktion bieten. Eine mechanische Trennung ist heute jedoch noch nicht in industriellem Maßstab möglich.

Entwicklung alternativer, recyclingfähiger Materialien

Ein zielführender Ansatz ist demnach die Entwicklung von Konzepten für Verpackungen, die auf Materialien basieren, für die bereits geschlossene Recyclingkreisläufe existieren. Ein gutes Beispiel hierfür sind papierfaserbasierte Verpackungslösungen, da sich das Papier nach der Verwendung dem bestehenden Papierkreislauf zuführen lässt. Selbst wenn der Werkstoff im normalen Verpackungsmüll und nicht in der Papiertonne entsorgt wird, kann er heute in den modernen Recyclinganlagen detektiert, sortenrein entnommen und dem Papierkreislauf zugeführt werden.

Mit Paperboard bietet der Anbieter von Verpackungslösungen Multivac unterschiedliche Möglichkeiten für die Herstellung von Verpackungen aus papierfaserbasierten Materialien an. Die Packstoffe, die gemeinsam mit führenden Herstellern entwickelt wurden und die Anforderungen der Lebensmittelindustrie hinsichtlich Barriere- und Schutzfunktion erfüllen, lassen sich auf Standardmaschinen verarbeiten. Für die Herstellung von MAP- und Skinverpackungen umfasst das Portfolio sowohl Lösungen für Traysealer als auch für Tiefziehverpackungsmaschinen. Dabei lassen sich die Verpackungsmaschinen individuell auf die jeweiligen Leistungsanforderungen der Kunden auslegen.

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Über den Autor

Vera Sebastian, Redakon PR
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