Nachhaltig verpacken

Verpackungsmaterialien für erleichtertes Recycling

So können auf den Traysealern entweder Trays aus Kartonverbunden oder Kartonzuschnitte verarbeitet werden, die sich nach Gebrauch durch den Endkunden sortenrein trennen lassen. Für die Herstellung von papierfaserbasierten Packungen auf Tiefziehverpackungsmaschinen bietet der Verpackungsmaschinen-Anbieter drei unterschiedliche Lösungen. Für Vakuum-Skinpackungen können verformbare Papierverbunde eingesetzt werden, die in unterschiedlichen Grammaturen und mit unterschiedlichen Funktionsschichten erhältlich sind. Ebenso lassen sich Kartonverbunde von der Rolle als Trägermaterialien für Vakuum-Skinverpackungen einsetzen. Beide Trägermaterialien sind nach Gebrauch durch den Endkunden trennbar.

Darüber hinaus hat der Verpackungsspezialist ein Maschinenkonzept für die Verarbeitung von Kartontrays aus Mono-Karton auf Tiefziehverpackungsmaschinen entwickelt. Diese werden im Tiefziehwerkzeug mit einer entsprechenden Kunststoff-Siegelschicht ausgestattet, gegen die eine entsprechende Skinfolie gesiegelt werden kann. Dieses Konzept ermöglicht ebenfalls eine sortenreine Trennung der Verpackungsmaterialien durch den Endkunden.

Entwicklung von Monomaterialien

Ein zweiter Ansatz ist die Entwicklung von Verpackungen, die soweit möglich aus Monomaterialien bestehen. Diese können dann wiederum sortenrein den entsprechenden Kreisläufen zugeführt werden. Hier bieten sich aus heutiger Sicht insbesondere Materialien aus PP und APET an.

Polypropylen (PP)-Folie ist ein häufig verwendeter Standardkunststoff für Verpackungen. Das Material zeichnet sich durch gute Barriereeigenschaften, Wärmebeständigkeit und Stabilität aus. Von allen Standardkunststoffen besitzt PP die geringste Dichte. Packungen aus PP weisen damit im Vergleich zu anderen Materialien ein geringeres Gewicht auf – ein wichtiger Aspekt mit Blick auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Die Verarbeitung des Werkstoffs auf Tiefziehverpackungsmaschinen ist jedoch anspruchsvoller als die Verarbeitung von anderen Kunststoffen.

Das hochtransparente APET (amorphes Polyethylenterephthalat) überzeugt ebenfalls durch sehr gute Barrierewerte gegenüber Wasserdampf sowie Gas. Es ist beständig gegen Öle und Fette und kann in Temperaturbereichen zwischen -40 und 70 °C verwendet werden. Aktuell werden bereits APET-Trays wie auch andere Mono-Materialien für das Verpacken von frischen Produkten anstelle von Verbundmaterialien eingesetzt. Für ein sicheres Packungsergebnis kommen hierbei Deckelfolien mit dünnen Siegelmedien wie beispielsweise Siegellacke zur Verwendung.

Bei der Verwendung von Mono-Materialien für die Verpackung von Lebensmitteln muss jedoch die Veränderung der Barriereeigenschaften im Vergleich zu den bisher eingesetzten Verbundmaterialien sowie ihre Auswirkungen auf das verpackte Produkt berücksichtigt werden. Darüber hinaus kann sich durch den Wegfall von Funktionsschichten, wie beispielsweise der Siegelschichten, das Verarbeitungsfenster der Materialien verändern, was wiederum bei der Auslegung der Verarbeitungsparameter berücksichtigt werden muss.

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Über den Autor

Vera Sebastian, Redakon PR
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