Nachhaltig verpacken

Verpackungsmaterialien für erleichtertes Recycling

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10.09.2019 Mit unterschiedlichen Material- und Verpackungskonzepten können Hersteller zur Erfüllung der aktuellen Marktanforderungen hinsichtlich nachhaltiger Verpackungslösungen beitragen.

Entscheider-Facts

  • Um die vom Verpackungsgesetz vorgegebenen Rezyklat-Vorgaben erfüllen zu können, sind entsprechende Kreislaufwege zur Wiederverwertung von Verpackungsmaterialien notwendig.
  • Verpackungen aus Materialien wie Papier, für die bereits ausgeprägte Recycling-Möglichkeiten bestehen, sowie einfach aufzuarbeitenden Monomaterialien, erleichtern die Wiederverwertung.
1_Full Wrap Labelling

Verbundmaterialien sind ein Problem für das Recycling. Einfach zu trennende Monomaterialien sind eine bessere Alternative – Papierreste wie Etiketten lassen sich abtrennen und dem Papierrecycling zuführen.
Bilder: Multivac

Seit Anfang 2019 ist in Deutschland das neue Verpackungsgesetz in Kraft. Es sieht unter anderem anspruchsvolle Quoten hinsichtlich der Recyclingfähigkeit und Wiederverwendbarkeit von Verpackungen vor. Die Einführung einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft für die Verpackungsindustrie und die Etablierung von Kunststoffen als wiederverwertbare und damit wertvolle Ressource sind wichtige Schritte in die richtige Richtung. Parallel hierzu treibt die Verpackungsindus-trie auch die Entwicklung von Verpackungen aus alternativen Materialien voran. Denn neben der Einführung einer Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe stellt auch die Reduzierung des Kunststoffverbrauchs bei der Verpackungsherstellung einen weiteren, sinnvollen Ansatz für eine nachhaltige Entwicklung der Verpackungsindustrie dar.

Kunststoffverpackungen tragen heute mit 60 % zum Kunststoffabfall der Endverbraucher bei. Weltweit werden jährlich rund 325 Mio. t Kunststoff verarbeitet, hiervon werden etwa 80 Mio. t Kunststoff zur Herstellung von Verpackungen verwendet – Europa, Asien und die USA zählen dabei zu den größten Produzenten. Und die Kunststoffproduktion steigt stetig an. Für die kommenden beiden Jahrzehnte wird mit einer weiteren Verdoppelung der weltweiten Kunststoffproduktion gerechnet.

Insbesondere in der Lebensmittelindustrie bieten Kunststoffverpackungen erhebliche Vorteile. So können durch die Kombination unterschiedlicher Polymerschichten Kunststoffverbunde hergestellt werden, die hinsichtlich ihrer Barriere genau auf die Anforderungen des verpackten Produkts ausgelegt werden können. Ebenfalls bieten (thermoplastische) Kunststoffe eine sehr hohe Flexibilität hinsichtlich ihrer Formgebung. Damit bieten Kunststoffverpackungen einen optimalen Produktschutz entlang der gesamten Logistikkette und eine maximale Verbrauchersicherheit. Durch die Verlängerung der Haltbarkeit der Lebensmittel tragen sie darüber hinaus auch zu einer Reduzierung der Lebensmittelverschwendung bei.

Heftausgabe: September 2019
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Über den Autor

Vera Sebastian, Redakon PR
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