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P+F-Trendbericht biopharmazeutische Produktion

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An allen Kostenschrauben wird gedreht

Pharmacy production. factory woman examining bottles with medicine

Auch die Hersteller von Biopharmaka spüren immer stärker den Kostendruck und suchen nach Möglichkeiten die Produktionskosten zu senken.
(Bild: Kadmy – AdobeStock)

Doch nicht nur biopharmazeutische Hersteller haben die Bedeutung der Produktivität und Herstellkosten erkannt. Generell sucht die Pharmaindustrie nach Wegen, um die Kosten zu senken. Der Bioplan-Studie zufolge wird sich das auch auf das Verhältnis zwischen Betreibern und Lieferanten auswirken. Der Druck in den Vergabe-verhandlungen für Projekte steigt. In der Fertigung sollen Optimierungsmethoden wie Lean Management dabei helfen, die Abläufe kontinuierlich zu verbessern und Verschwendung zu minimieren. Prozesse werden systematisch untersucht, um Bottlenecks zu identifi-zieren und zu beseitigen. Die Fokussierung und Ver-netzung mit wenigen Lieferanten soll zusätzliche Einsparpotenziale erschließen und den regulativen Aufwand verringern helfen.

Auch im Falle des Blockbusters Humira dürften die Herstellkosten seit Oktober 2018 stark an Bedeutung gewonnen haben. Am 17.10. lief das Patent für den Antikörper aus – und die Konkurrenz, darunter Boehringer Ingelheim, Amgen, Novartis und Mylan, stand bereits mit günstigen Kopien (Biosimilars) in den Startlöchern. Schon im vierten Quartal wirkte sich das mit einem deutlichen Umsatzrückgang auf die Bilanz von Abbvie aus. Und die heftigste Patentklippe steht dem Hersteller noch bevor: Ab 2023 sollen auch im wichtigsten Absatzmarkt USA Biosimilars für das Rheumamittel auf den Markt kommen. (4/4)

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Armin Scheuermann ist Chefredakteur von Pharma+Food

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