Versuch macht klug

Wasserstoffperoxid-Dekontaminationskonzepte im Praxistest

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24.04.2019 Der Einsatz von dampfförmigem Wasserstoffperoxid (H2O2) zur Dekontamination hat im Pharma-Bereich in den letzten zehn Jahren stark zugenommen.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Die Dekontamination von Räumen, Anlagen und Geräten mit Wasserstoffperoxid ist ein etabliertes Verfahren, es existieren jedoch verschiedene Varianten zur technischen Umsetzung.
  • Im Vorfeld eines pharmazeutischen Großprojektes ermittelten die Projektpartner ein geeignetes Verfahren unter den spezifischen Gegebenheiten. Dabei nutzten sie praktische Pilotversuche sowie Simulationen.
  • Zwischen den verschiedenen Ansätzen zeigten sich große Unterschiede im Dekontaminations-Erfolg. Dies zeigt, dass Tests und Bewertungen unterschiedlicher Systeme wichtig sind und sich auszahlen können.
Tierversuchslabor MHH Hannover

Bei der Dekontamination von Reinraum-Umgebungen mit
Wasserstoffperoxid gibt es
unterschiedliche Ansätze. (Bild: Ortner Reinraumtechnik)

Gegenüber früher etablierten Verfahren, etwa mit Formaldehyd, aber auch Ethylenoxid und Chlordioxid, hat die H2O2-Dekontamination zwar deutliche Vorteile. Es gibt jedoch auch Grenzen und Anwendungsfälle, in denen H2O2 keine verwertbare Wirkung erreicht. Ungeachtet dessen gilt das H2O2-Verfahren als aktueller und künftiger Technologie-Standard.

Vier verschiedene Techniken

Im Wesentlichen lassen sich vier Anwendungstechniken unterscheiden: Zu Beginn der Entwicklung der H2O2-Begasung wurden H2O2-Generatoren in die Räume gestellt, die Räume so gut wie möglich abgedichtet und die Generatoren manuell gestartet. Diese Praxis war und ist noch immer eine brauchbare Anwendung, ist aber für validierbare oder automatisierte Prozesse nicht besonders geeignet, da viele variable Einflussfaktoren zu berücksichtigen sind und die Prozesssicherheit nicht gewährleistet ist.

Heftausgabe: Mai 2019
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Über den Autor

Dr. Ing. Udo Weber, Lab ConCert; Josef Ortner, Ortner Reinraumtechnik
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