Implementieren von Serialisierung in der Praxis

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Aggregation ist ein wichtiger Aspekt erfolgreicher und vor allem effizienter Serialisierung. (Bild: R-Pharm)

Der manuelle Einfluss reduzierte sich auch für alle vollautomatischen Verpackungslinien als zusätzliche Sicherheitsvorkehrung auf ein absolutes Minimum. Für alle manuellen und halbautomatischen Prozesse kommen geschulte Teams zum Einsatz. Darüber hinaus ist die IT-Architektur auf allen System-ebenen robust und basierend auf den internen und externen Anforderungen, sprich System-Schnittstellen, Software, Berichterstellung, Datenverarbeitung und Datensicherheit, anpassungsfähig. Insbesondere muss die Integration von Neukunden, auch „Onboarding“ genannt, innerhalb einer angemessenen Zeit zu realisieren sein, was flexible Systeme und Prozesse erfordert.

Serialisierungskonfiguration der Stufe 4/5

Das Produktportfolio des Auftragsherstellers besteht aus kleinen, mittleren und großvolumigen Bestellgrößen. Mit rund 1.500 Lagereinheiten (SKU) und einem gleichbleibend hohen Service-Level von mehr als 99 % benötigte der Lohnhersteller einen Partner, der über ein hohes Maß an Flexibilität und die Fähigkeit, Komplexität erfolgreich zu handhaben, verfügt. Die Fähigkeit, Arzneimittel zuverlässig zu liefern, ist entscheidend für die Bedürfnisse der Patienten in Europa. Das Unternehmen arbeitet hier mit Tracelink zusammen, um Produkte und ihre zugehörigen Daten über eine etablierte Systemschnittstelle zu exportieren. Die Ziele waren die einfache Ver-netzung mit Kunden und Partnern und die effektive und effiziente Verwaltung und Freigabe von Daten auf eine skalierbare Weise. Die Integration in die Life Sciences Cloud des Netzbetreibers bedeutet, dass der Lohnhersteller Teil eines etablierten Netzwerks von über 257.000 Handelspartnern ist, die Daten über die Lieferkette der Pharma-industrie austauschen, was das Einhalten der globalen Anforderungen zur Sendungsverfolgung in der Supply-Chain ermöglicht.

ZUR TECHNIK

Arbeitsschritte zur Serialisierung und Aggregation
1) Der 2D-Code enthält eine Seriennummer (einen sequentiellen oder randomisierten Algorithmus), die in Kombination mit einer GTIN oder einer NTIN den eindeutigen Produktcode erzeugt.
2) Serialisierung: Nach dem Verschließen der Faltschachtel wird ein Code mit einer Seriennummer gedruckt und mithilfe eines High-End-Kamerasystems ausgelesen und verifiziert.
Aggrgeation: Wird nach der Serialisierung der Verpackung eine Aggregation vorgenommen, bringt der Betreiber ein selbstklebendes Versandetikett mit einem Aggregationscode an, um alle Seriennummern und andere variable Daten zusammenzufassen. Sobald der Code mithilfe eines Handscanners oder einer Kamera überprüft wurde, verbucht die Software den Karton als voll und finalisiert diesen.
3) Datenhierarchien werden erstellt und zunächst auf einem Server in der Produktionsstätte gespeichert. Beim Versand der physischen Güter werden diese Daten dann in ein externes Netzwerk wie die Life Sciences Cloud von Tracelink übertragen und bis zum Verkaufsort verwaltet und ausgetauscht.

Die Autoren:

Michael Unbehaun, Manager Engineering Projects, R-Pharm Germany und
Manfred Voglmaier, VP, Sales – DACH Region, Tracelink

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Heftausgabe: November 2017
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