Auswirkungen der Corona-Krise

Weniger Augenbehandlungen: Alcon zieht Prognose zurück

07.04.2020 Der Augenheilkunde-Spezialist Alcon hat seine Prognose für 2020 zurückgezogen. Durch die Corona-Krise werden weltweit Augenuntersuchungen und -behandlungen verschoben, was sich für das von Novartis abgespaltene Unternehmen nun auch finanziell bemerkbar macht.

Bisher hatte Alcon für 2020 mit einem Anstieg der Umsätze um 5 bis 6 % gerechnet. Zu einer neuen Prognose sieht sich das Unternehmen derzeit nicht in der Lage, da das finanzielle Ausmaß der Auswirkungen von der Dauer der Pandemie sowie dem Zeitpunkt der Erholung und Normalisierung abhänge. Dies sei für Alcon noch nicht abzuschätzen. Das Unternehmen plant jedoch, bei der Präsentation der Zahlen für das erste Quartal am 13. Mai 2020 erste Einzelheiten nennen zu können.

Dividendenausschüttung verschoben

Der Standort soll als Kompetenzzentrum für Augenheilkunde dienen. (Bild: liliya kulianionak)

Augenbehandlungen müssen in der derzeitigen Corona-Pandemie oft zurückstehen. (Bild: liliya kulianionak – Fotolia)

Alcon kündigte außerdem an, aufgrund der in der Schweiz erlassenen Einschränkungen seine Hauptversammlung am 6. Mai ohne Aktionäre abzuhalten. Diese sollten stattdessen ihre Stimminstruktionen an einen unabhängigen Vertreter senden. Darüber hinaus will das Unternehmen die geplante Ausschüttung einer Dividende auf 2021 verschieben, um „die finanzielle Flexibilität zu erhalten“. Der Pharmakonzern Novartis hatte im April 2019 in Alcon seine die Augenheilkunde-Sparte als eigenständige Gesellschaft abgespalten und an die Börse gebracht. (jg)

Loader-Icon