Seniorchef von Schumacher Packaging

Wulf Schumacher unerwartet verstorben

10.07.2017 Wie die Inhaberfamilie in Ebersdorf bei Coburg bekanntgab, ist Wulf Schumacher, Seniorchef der Schumacher Packaging Gruppe, am Freitag, dem 7. Juli, im Alter von 78 Jahren plötzlich und unerwartet verstorben. Er hatte dem Unternehmen mehr als 50 Jahre vorgestanden.

Anzeige
Wulf_Schumacher_01

Mehr als 50 Jahre leitete Wulf Schumacher das Familienunternehmen. (Bild: Schumacher Packaging)

Wulf Schumacher hatte 1957 die Geschäftsführung im väterlichen Betrieb übernommen und den Grundstein für die Erfolgsgeschichte des Verpackungsunternehmens gelegt. Heute ist die Schumacher Packaging Gruppe einer der größten inhabergeführten Hersteller für Verpackungslösungen aus Well- und Vollpappe, mit rund 3.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 527 Mio. Euro (2016).

Bundesverdienstkreuz für die unternehmerische Lebensleistung

Noch im April diesen Jahres wurde die Lebensleistung des fränkischen Unternehmers gewürdigt: In einem Festakt in München händigte Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner das Bundesverdienstkreuz am Bande an Wulf Schumacher aus. Über einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren hat Wulf Schumacher die Geschicke seines mittelständischen Familienunternehmens gelenkt. Den kleinen Handelsbetrieb seines Vaters Karl für die örtliche Spielwaren-, Polster- und Kleinmöbelindustrie verwandelte er im Laufe der Jahrzehnte konsequent in einen der größten und modernsten Hersteller von Wellpappe-Verpackungen in Europa. Neben dem großen Stammwerk in Ebersdorf zählen heute mehr als ein Dutzend weiterer, europäischer Produktionsstandorte zur Schumacher Packaging Gruppe: in Deutschland, Polen, Tschechien und den Niederlanden.

Mäzenatentum und soziales Engagement

Auch nachdem Wulf Schumacher die Firmenleitung 2009 in die Hände seiner Söhne Björn und Hendrik gelegt hatte – die bereits dritte Familiengeneration –, engagierte sich der Unternehmer weiterhin für seine Firma, wobei ihm nicht zuletzt die Ausbildung junger Menschen am Herzen lag. Dass Schumacher unternehmerische Verantwortung immer auch als soziale Verantwortung verstanden hat, wird durch sein vielfältiges mäzenatisches Engagement in der Region Oberfranken deutlich, wo er zahlreiche Vereine und Verbände – nicht zuletzt im Bereich der Jugendarbeit – förderte. Im Dezember 2014 wurde ihm auf Initiative der Freiwilligen Feuerwehr von Ebersdorf die „Auszeichnung für besondere Verdienste um das Feuerlöschwesen in Bayern“ verliehen. Auch dem Judo-Leistungssport ist das inhabergeführte Unternehmen seit langem verbunden: So haben Wulf Schumacher und seine Söhne Judo-Vereine wie Post SV Bamberg, TV 1848 Erlangen und TSV München-Großhadern ebenso unterstützt wie bayerische Olympiateilnehmer.

Die Beisetzung von Wulf Schumacher findet voraussichtlich am Freitag, dem 14. Juli 2017, statt. Der genaue Uhrzeit und der Ort der Trauerfeier werden noch bekannt gegeben.

Anzeige
Loader-Icon