100-Millionen-Euro-Investment

Abbvie will Forschungsstandort Ludwigshafen ausbauen

30.10.2019 Der US-Pharmakonzern Abbvie hat angekündigt, mehr als 100 Mio. Euro in sein Kompetenzzentrum in Ludwigshafen zu investieren. Bereits jetzt ist die Stadt in Rheinland-Pfalz der zweitgrößte Forschungsstandort des Unternehmens. Hier wurde auch das wohl umsatzstärkste Medikament der Welt entwickelt.

Im Rahmen des Investitionsprogramms ist es geplant, das zentrale Laborgebäude LU 12 zu mo­der­nisieren und neu zu konzeptionieren. So sollen unter anderem flexible „State-of-the-Art“-Labore entstehen, welche die Arbeit der verschiedenen Labor-Teams noch stärker vernetzen sollen. Außerdem sieht der Umbauplan vor, eine Verbindung zwischen dem neuen Laborgebäude und dem angrenzenden Bürogebäude zu schaffen. Eine moderne Infrastruktur und attraktive Arbeitsbedingungen bildeten die Grundlage, um Innovationen zu entwickeln, aber auch, um Top-Wissenschaftler nach Ludwigshafen zu holen, heißt es bei Abbvie.

Unverzichtbarer Forschungs- und Produktionsstandort

Das neue Gebäude soll die Forschungsbedingungen in Ludwigshafen weiter verbessern.

Das neue Gebäude soll die Forschungsbedingungen in Ludwigshafen weiter verbessern.

Im globalen Forschungsnetzwerk von Abbvie ist Ludwigshafen globales Kompetenzzentrum zur Erforschung neurodegenerativer Erkrankungen wie Alzheimer, zur Durchführung klinischer Studien außerhalb der USA sowie zur Formulierung schwer löslicher Wirkstoffe. Am Standort arbeitet derzeit über 1.000 Forscherinnen und Forscher für das Unternehmen. „Ludwigshafen ist an über 80 % aller Forschungsprojekte beteiligt“, erläutert Stefan Simianer, Geschäftsführer Forschung & Entwicklung von Abbvie Deutschland. Auch das Rheuma-Medikament Humira, das als umsatzstärkstes Medikament der Welt gilt, wurde maßgeblich in Ludwigshafen entwickelt. Neben seiner Bedeutung in Forschung und Entwicklung ist Ludwigshafen auch ein wichtiger Produktionsstandort für den Pharmakonzern.

Die größten Pharmaunternehmen der Welt

Neuer Geschäftsführer in Deutschland

Olaf Weppner ist neuer Geschäftsführer in Deutschland. (Bilder: Abbvie)

Olaf Weppner ist neuer Geschäftsführer in Deutschland. (Bilder: Abbvie)

Bereits vor der Ankündigung des Projekts in Ludwigshafen hat das Unternehmen einen personellen Wechsel vollzogen: Seit September 2019 ist Olaf Weppner neuer Geschäftsführer von Abbvie Deutschland. Er folgte auf Dr. Patrick Horber, der als „Vice President Global Marketing and Commercial Operations“ in die US-Unternehmenszentrale in Chicago gewechselt ist. Weppner ist am deutschen Hauptsitz Wiesbaden tätig und verantwortet den Bereich Marketing und Vertrieb. Der studierte Betriebswirt kam 1999 zum Unternehmen Abbott, aus dem 2013 dann Abbvie hervorging. Zuletzt war er als „Vice President, Immunology, Global Marketing & Commercial Operations“ in den USA tätig. (jg)

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