P+F-Trendbericht Pharmaproduktion

Auf dem Weg zur Pharmaindustrie 4.0

Pharma
Food
Kosmetik
Chemie
Planer
Betreiber
Einkäufer
Manager

27.05.2018 Dynamisches Wachstum bei gleichzeitig hohem Veränderungsdruck – in der Pharmaindustrie gehen beide Entwicklungen Hand in Hand.

Anzeige

Entscheider-Facts für Betreiber und Manager

  • Die Wachstumstreiber für die Pharmaindustrie sind weiter intakt. Dazu zählen eine alternde Weltbevölkerung sowie steigende Ansprüche an die medizinische Versorgung.
  • Steigende Kosten und die Spezialisierung zwingen die Unternehmen, sich strategisch und produktionstechnisch neu und konsequent aufzustellen.
  • Neue Produktionsprozesse und die Digitalisierung gehören zu den wesentlichen Themen der kommenden Jahre.
Medicine concept: Pills on digital background

Bild: Maksim Kabakou – Adobe Stock

Die aktuellen Trends zwingen die Unternehmen, nicht nur ihre Strategie und Geschäftsmodelle zu überdenken, sondern auch Produktionsprozesse und Technik neu zu definieren. Doch Digitalisierung im regulierten Umfeld ist alles andere als einfach.

Die Pharmaindustrie wächst stürmisch: Mehr als 1,3 Billionen US-Dollar wird der Weltmarkt für pharmazeutische Produkte in diesem Jahr erreichen. Mit einem Produktionsplus von 6 % pro Jahr übertrifft die Branche den Durchschnitt der Chemisch-Pharmazeutischen Industrie in Deutschland deutlich. 2016 wurden hierzulande Arzneimittel im Wert von 30,5 Milliarden Euro produziert, ein Zuwachs von 2,5 % gegenüber 2015. In den vergangenen 20 Jahren hat sich das Produktionsvolumen in Deutschland fast verdoppelt. Und auch die Zukunftsperspektiven sind weiterhin gut: Der demographische Wandel in den Industrienationen und entwickelten Ländern führt dazu, dass der Bedarf an Medikamenten vor allem für ältere Menschen steigt. Dazu kommt, dass mit fortschreitender Urbanisierung in allen Regionen der Welt der Zugang zu Arzneimitteln für die Menschen einfacher wird. Mit dem steigenden Lebensstandard nehmen zudem Zivilisationskrankheiten zu und steigt die Nachfrage nach Lifestyle-Medikamenten. Auch die wachsende Bildung, mit der steigende Ansprüche an die medizinische Versorgung einher gehen, wird den Bedarf nach hochwertigen Medikamenten befeuern. All das hat Konsequenzen für die strategische Ausrichtung der Unternehmen, aber auch für die Technik, mit der Arzneimittel produziert werden. Allerdings ist die Branche heterogen aufgestellt und erfordert eine differenzierte Betrachtung.

Heftausgabe: Juni 2018
Seite:
Anzeige
Armin Scheuermann ist Chefredakteur von Pharma+Food

Über den Autor

Armin Scheuermann ist Chefredakteur von Pharma+Food
Loader-Icon