Region Berlin-Brandenburg als Vorreiter bei der Biopolymerforschung

Recylcelte Lebensmittelverpackungen sind "eine enorme Herausforderung für unsere Industrie" (Bild: ferkelraggae – Fotolia)

Die meisten Kunststoffe lassen sich laut Nestlé nur schwer für Lebensmittelverpackungen recyceln. Die Folge davon sei ein begrenztes Angebot an lebensmittelverträglichen recycelten Kunststoffen. Um hierfür einen Markt zu schaffen, will das Unternehmen bis 2025 etwa 2 Mio. solcher Kunststoffe beziehen. Für den Aufpreis auf diese Materialen rechnet das Unternehmen mit etwa 1,4 Mrd. Euro. Durch operative Effizienzsteigerungen soll der Aufwand erfolgsneutral bleiben. Zusätzlich kündigte Nestlé an, etwa 230 Mio. Euro in einen Wagniskapital-Fonds für nachhaltige Verpackungen einzubringen, der in Start-ups in diesem Bereich investieren soll.

Bereits 2018 hatte sich das Unternehmen auf globaler Ebene dazu verpflichtet, bis 2025 alle Verpackungen recycelbar oder wiederverwendbar zu machen. In Deutschland soll dieses Ziel bereits in diesem Jahr erreicht werden. „Kunststoffe sicher und lebensmitteltauglich zu recyclieren, ist eine enorme Herausforderung für unsere Industrie,“ sagte Mark Schneider, CEO von Nestlé. Man wolle nun voran gehen, um einen Markt dafür zu schaffen, und lade „andere ein, sich uns dabei anzuschließen.“ (jg)

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