Fachpresseforum Analytik von Endress + Hauser und Analytik Jena

Automatisierung braucht Analytik

30.01.2018 Prozessautomatisierung und Prozessanalytik gehen Hand in Hand: Immer mehr analytische Prozesse laufen automatisiert ab und erfordern entsprechende Überwachung.

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pH-Messelektroden auf dem Prüfstand im Standort von Endress+Hauser Conducta in Waldheim. (Bild: Redaktion)

Probennahme erfolgt entweder automatisch zu festgelegten Zeitpunkten oder Ereignissen, oder gar nicht mehr: Der Trend geht dahin, Laboruntersuchungen durch Inline-Analytik zu ersetzen. Trotz zunehmender Bedeutung der Analytik schrumpfen aus diesem Grund in vielen Unternehmen die zuständigen Laborabteilungen.

Darüber hinaus nimmt die Automatisierung von Prozessen generell zu. Damit Anlagen mit einem so hohen Automatisierungsgrad selbstständig arbeiten können, benötigen sie ausreichend Daten zur Prozesskontrolle. Diese liefert ihnen die Prozessanalytik. Wichtig sind außerdem wachsende Märkte in Staaten wie China und Indien. Neben generell anhaltendem Wachstum kommen dort auch ein größeres Umweltbewusstsein und schärfere Regulierungen ins Spiel. Dazu ist ein steigendes Maß an Prozessanalytik erforderlich.

Wachstumsbereich Analytik

Der Messtechnik-Anbieter und Automatisierer Endress+Hauser setzt aus diesen Gründen zunehmend auf Prozessanalytik, wie das Unternehmen auf einem Fachpresseforum am 9. und 10. Januar 2018 in Leipzig verdeutlichte. Die Analytik macht bereits jetzt rund 20 % des Umsatzes der Firmengruppe aus. Diesen Fokus zeigen auch die Zukäufe der Unternehmensgruppe in den letzten Jahren: Seit 2013 bereichert etwa der US-amerikanische Spektrometer-Hersteller Kaiser Optical Systems das Portfolio. 2015 hat der Industriezulieferer mit der Übernahme von Analytik Jena den Labormarkt für sich erschlossen. Die jüngsten Zugänge aus dem Jahr 2017 sind der Spektroskopie-Anbieter Blue Ocean Nova und der Feuchtemessungs-Spezialist Imko.

Dieses vielseitige Produkt-Portfolio ermöglicht Kooperationen bei der Entwicklung: „Ein Zusammenwachsen der Prozessentwicklung und der Analysestrategien für diese Prozesse“ beschreibt Monika Heisterkamp, Director Marketing bei Endress+Hauser Conducta. Dies geht einher mit dem Upscaling von Analysemethoden „vom Labor bis in den Prozess“. Dieser Übergang vom Labor in die Prozessindustrie ist ein Kernanliegen des Unternehmens. Die Anwendung von Labormethoden in der Prozessanalytik hat den Vorteil, dass auch im größeren Maßstab dieselben erprobten Techniken zum Einsatz kommen. Das erleichtert den Wechsel vom Entwicklungs- in den Produktionsmaßstab, wie Wolfgang Lubcke, Global Business Development Manager bei Endress+Hauser, betont: „Wenn etwas im Labor nicht erprobt worden ist, ist der Schritt in die Realität sehr, sehr schwierig, gerade bei neuen Technologien.“

Heftausgabe: Februar 2018
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Ansgar Kretschmer, Redaktion

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