Glyphosat-Prozess

Bayer zu 2 Mrd. Dollar Schadensersatz verurteilt

14.05.2019 Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat in den USA auch den dritten größeren Glyphosat-Prozess verloren. Ein Geschworenengericht in Kalifornien verurteilte das Unternehmen in Leverkusen zu Schadensersatz in Höhe von 1,78 Mrd. Euro.

Die Kläger – ein 70 Jahre altes Ehepaar – hatten über viele Jahre das Monsanto-Produkt Roundup verwendet und sind an Lymphdrüsenkrebs erkrankt. Bayer sei „von der Entscheidung der Jury enttäuscht“, heißt es dazu in einer Stellungnahme des Unternehmens und will Rechtsmittel einlegen. „ Das Jury-Urteil steht in direktem Widerspruch zu der Einschätzung der US-Umweltschutzbehörde EPA, die erst vergangenen Monat im Rahmen der vorläufigen Zulassungsüberprüfung veröffentlicht wurde“, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Laut Bayer hätten „die Kläger der Jury gezielt ausgesuchte Ergebnisse aus einem Bruchteil der insgesamt verfügbaren Studien“ zu den Wirkungen des Herbizids präsentiert.

(as)


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