Biegestab-Wägezellen in rauer Umgebung

Biegen ohne Falten

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11.04.2018 Sie sind die Multitalente unter den Wägezellen und in unterschiedlichen Produktionsanlagen aktiv: Biegestab-Wägezellen. Kompakt, vielseitig einsetzbar und mit Nennlasten von 5 kg bis 10 t erhältlich, sind sie für zahlreiche Wägeanwendungen geeignet.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • In der Produktion herrschen teilweise bei speziellen Hygieneanforderungen raue Bedingungen, etwa wenn die regelmäßige Reinigung von Anlagen und darin verbauten Wägezellen vorgeschrieben ist.
  • Biegestab-Wägezellen nach dem Stand der Technik sind zwar mittels Faltenbalg hermetisch abgedichtet, aber nicht zwangsläufig einfach zu reinigen.
  • Die vorgestellte Lösung verfügt statt eines Faltenbalgs über ein Abdeckrohr aus rostfreiem, elektropolierten Edelstahl. Die Wägezelle widersteht dadurch auch aggressiven Reinigungsvorgängen.
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Das Edelstahl-Gehäuse der Wägezelle hält auch aggressiven Reinigungsvorgängen stand. (Bild: HBM)

Biegestab-Wägezellen kommen häufig in Anlagen zum Einsatz, die unter rauen Bedingungen produzieren. Dabei sind die Zellen unterschiedlichsten Belastungen wie Staub, Flüssigkeiten und scharfen Reinigungsmitteln ausgesetzt.

Verschiedene Branchen nutzen Biegestab-Wägezellen etwa für Behälter- und Prozessverwiegung: Neben der Pharma-, Chemie- und Kosmetikindustrie kommen Waagen mit Biegestab-Wägezellen in der Lebensmittel-, Baustoff- sowie der Futtermittelindustrie zum Einsatz. Vor allem in Plattformwaagen, Dosier- oder Rezeptieranlagen, Verpackungsmaschinen und Checkweighern wird diese Art von Wägezellen genutzt. Um den vielfältigen Anforderungen gerecht zu werden, müssen diese Waagen besonders präzise – häufig auch eichfähig – und robust sein.

Biegestab-Wägezellen sind nach einem einheitlichen Prinzip aufgebaut: Das Herzstück der Wägezellen sind Dehnungsmessstreifen (DMS), die auf den metallischen balkenförmigen Federkörper der Zelle aufgeklebt sind. Die DMS sind als Wheatstone-Brücke geschaltet. Wirkt eine Kraft in Druckrichtung auf den Messkörper, wird er gedehnt. Dabei werden die DMS gestreckt und ändern deshalb ihren elektrischen Widerstand. Darüber lässt sich die elastische Verformung des Federkörper-Materials messen – und die auf den Federkörper wirkende Kraft ermitteln. Eine nachgeschaltete Mess-elektronik erfasst diese Messwerte und stellt sie zur weiteren Auswertung bereit.

Heftausgabe: April 2018
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Stefan Schmidt,  Produktmanager, HBM

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Stefan Schmidt, Produktmanager, HBM
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