Dr. Oetker: Umsatz 2013 um 2,3 % auf 2,13 Milliarden Euro gewachsen
Die Geschäftsführung der Dr. Oetker GmbH (v.l.n.r.): Otto Clüsener, Andreas Unruhe, Richard Oetker, Rainer Lührs, Ralf Blomeier, Dr. Martin Reintjes (Bild: Dr. Oetker)

Die Geschäftsführung der Dr. Oetker GmbH (v.l.n.r.): Otto Clüsener, Andreas Unruhe, Richard Oetker, Rainer Lührs, Ralf Blomeier, Dr. Martin Reintjes (Bild: Dr. Oetker)

„Wir konnten das abgelaufene Geschäftsjahr 2013 bei Umsatz und Ertrag zufriedenstellend abschließen und blicken optimistisch auf den weiteren Verlauf des aktuellen Jahres. Weitere Wachstumschancen sehen wir vor allem im Ausland“, verkündete Richard Oetker, persönlich haftender Gesellschafter der Dr. August Oetker KG sowie Vorsitzender der Geschäftsführung der Dr. Oetker GmbH, bei der Vorlage der Bilanzzahlen in Bielefeld.

Der Anteil der rund 40 ausländischen Landesgesellschaften am Gesamtumsatz betrug wie im Vorjahr 67 %. Einmal mehr habe sich die Strategie, gezielt in die Erschließung und Bearbeitung ausländischer Märkte zu investieren, für das Unternehmen ausgezahlt, erläuterte Richard Oetker. Das Jahresergebnis bezeichnete er ohne nähere Angaben zu machen, als befriedigend, vor allem auch im Hinblick auf die globalen Rahmenbedingungen.

Mit 145 Mio. Euro lag das Investitionsvolumen deutlich über dem Vorjahreswert von 109 Mio. Euro. In Deutschland wurden 40 Mio. Euro investiert, im Ausland 105 Mio. Euro. Wie im Vorjahr lagen die Schwerpunkte der Investitionstätigkeit auf dem Ausbau der Produktionsstätten und der Erweiterung der Distributionsstrukturen. Die Anzahl der Beschäftigten stieg im Jahr 2013 um 1,8 % auf 10.343 Mitarbeiter. Davon waren 4.314 Mitarbeiter in Deutschland und 6.029 Mitarbeiter an den ausländischen Standorten tätig.

Die Weltwirtschaft zeigte zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres ein eher verhaltenes Bild. Das geringe Wachstum der globalen Wirtschaft war dabei auch in Deutschland zu spüren. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte lediglich um 0,4 % zu und war damit so schwach wie seit dem Rezessionsjahr 2009 nicht mehr. Die nach wie vor anhaltende Instabilität vieler Länder belastete auch die internationalen Geschäfte des Familienunternehmens. Vor allem in der Eurozone entstand ein wachsendes Ungleichgewicht zwischen den Volkswirtschaften. Deutschland baute zwar seine leitende Rolle innerhalb Europas aufgrund des starken Exportgeschäfts weiter aus, jedoch gab die Situation in gleich mehreren Staaten das ganze Jahr über weiterhin Anlass zur Sorge. Die Verfügbarkeit von Rohstoffen nimmt dabei als politischer und strategischer Wettbewerbsfaktor weiter an Bedeutung zu.

Die ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2014 sind für Dr. Oetker gut verlaufen. Trotz anhaltendem Preisdruck auf den Rohstoffmärkten und weltwirtschaftlichen Schwankungen blickt das Unternehmen nach Aussage von Richard Oetker durchaus zuversichtlich auf die kommenden Monate. Neben dem weiteren Ausbau der strategischen Sortimente in allen Ländern werden auch im laufenden Jahr weitere Expansionsmöglichkeiten in ausländische Märkte geprüft.

Die Entwicklung in den Sortimentsbereichen
Das Nährmittelsortiment hat sich im vergangenen Jahr im Wettbewerbsumfeld, das sich sowohl durch den Ausbau von No-Name- und Handelsmarken, als auch den Markteintritt neuer Markenhersteller verschärft hat, ordentlich behauptet und ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gewachsen. Eine positive Marktentwicklung verzeichneten der Dekor-Bereich und die Produktgruppen Desserts sowie Süße Mahlzeiten. Für ein erfolgreiches Jahr sorgten des Weiteren die verschiedenen Sorten des Vitalis Weniger süß-Müslis und die Produktneuheit Vitalis im Becher, die den Trend zu Snackprodukten und dem Außer-Haus-Verzehr aufgegriffen hat.

Der Sortimentsbereich Tiefkühlkost hat sich im vergangenen Jahr in Deutschland erfreulich entwickelt und eine ordentliche Umsatzsteigerung generiert. Die Nachfrage nach TK-Pizza hält nach wie vor an und der Markt bietet weiteres Potential, Wachstum zu generieren und Marktanteile in Deutschland zu steigern. Ein Highlight des abgelaufenen Geschäftsjahres war die Einführung des Pizzaburgers. Eine positive Entwicklung zeigten nach dem Relaunch im Jahr 2013 zudem die Bistro Flammkuchen und die neu auf den Markt gebrachte Sorte Die Ofenfrische Salami-Jalapeño. International blickt Dr. Oetker insbesondere durch das Flaggschiff Ristorante auf ein erfolgreiches Jahr zurück.

Der Sortimentsbereich Frische begegnete auch 2013 einem sehr intensiven Wettbewerbsumfeld. Dennoch verzeichnete die Frische eine ordentliche Umsatzentwicklung und baute ihre marktführende Position im Marktsegment Fertigdesserts weiter aus. Insbesondere durch die starken Marken Paula und Marmorette konnten weitere Marktanteile gesichert werden.

Der Dr. Oetker Food-Service, der sich auf das Großverbrauchergeschäft im Bereich Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie spezialisiert, verabschiedete im Jahr 2013 seine neue Strategie, wodurch die Rückkehr auf den Wachstumspfad eingeleitet wurde. Durch die im abgelaufenen Geschäftsjahr begonnenen Maßnahmen konnte der Food-Service seinen Umsatz stabilisieren. Die marktführenden Positionen in den Bereichen Desserts, Backen und TK-Pizza wurden erfolgreich behauptet.

(dw)

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