Bei der Technologie handelt es sich um ein Hightech-Implantat zur minimalinvasiven Behandlung von Beinlängendifferenzen. (Bild: Evonik)

Bei der Technologie handelt es sich um ein Hightech-Implantat zur minimalinvasiven Behandlung von Beinlängendifferenzen. (Bild: Evonik)

Sowohl Evonik als auch Synoste hätten von der viereinhalbjährigen Partnerschaft gleichermaßen profitiert. Während das Startup seine Orthopädie-Technologie habe weiterentwickeln können, habe Evonik weitere Einblicke in den Markt für medizinische Anwendungen für seine Hochleistungspolymere gewonnen. Mit diese, finanziellen sowie strategischen Erfolg sei die Geschichte „ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, warum wir in Start-ups investieren”, erklärte Bernhard Mohr, Leiter Evonik Venture Capital.

Peek-Material für Beinimplantat

Synoste mit Sitz im finnischen Espoo entwickelte ein Hightech-Implantat zur minimalinvasiven Behandlung von Beinlängendifferenzen, die langfristig zu chronischen Rückenschmerzen und Osteoarthritis führen können. Der Knochen des kürzeren Beines wird über einen Zeitraum von mehreren Monaten auf schonende Weise verlängert. Das für das Implantat verwendete Evonik-Material ist ein Hochleistungspolymer namens Polyetheretherketon, kurz Peek. Dabei umhüllt das speziell für medizinische Anwendungen entwickelte Material die Elektronik der ferngesteuerten Verlängerungsvorrichtung.

„Tieferes Verständnis für medizinische Geräte“

Seit der Erstinvestition von Evonik Venture Capital in Synoste im Dezember 2015 hat der Geschäftsbereich High Performance Polymer mit dem Start-up zusammengearbeitet, um das beste technische Design für das Implantat zu entwickeln. „Das tiefere Verständnis der Anforderungen an medizinische Geräte und des behördlichen Zulassungsverfahrens wird uns bei zukünftigen Projekten helfen“, sagte Marc Knebel, Leiter des Geschäftsbereichs Medical Systems des Geschäftsgebiets High Performance Polymers. „Wir freuen uns über zusätzliche potenzielle medizinische Anwendungen mit idealen Eigenschaften für Peek, um weitere Metallimplantate zu ersetzen“.

Käufer ist Hersteller medizinischer Geräte

Übernommen hat die Anteile von Synoste das US-Unternehmen Globus Medical mit Sitz in Audubon, Pennsylvania, einem Hersteller medizinischer Geräte. Das Unternehmen kümmert sich vor allem um Verletzungen und Störungen, die die Bewegung des menschlichen Körpers oder des Bewegungsapparats wie Knochen, Muskeln, Sehnen und Bänder beeinträchtigen. (jg)

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