Hassia-Gruppe: kaum Umsatzwachstum in 2013
Bei der Hassia-Gruppe ragt insbesondere die Marke Rosbacher (Mineralwasser) mit ihrer positiven Absatzentwicklung von 6 % aus dem Angebot hochpreisiger Marken heraus (Bild: Eisenhans-Fotolia)

Bei der Hassia-Gruppe ragt insbesondere die Marke Rosbacher (Mineralwasser) mit ihrer positiven Absatzentwicklung von 6 % aus dem Angebot hochpreisiger Marken heraus (Bild: Eisenhans-Fotolia)

Dabei konnte das hessische Familienunternehmen, das in diesem Jahr sein 150-jähriges Firmenjubiläum feiert, im abgelaufenen Geschäftsjahr seine Position nicht nur behaupten, sondern bei ausgewählten Marken deutlich verbessern. Im Branchenranking zählt die Unternehmensgruppe weiterhin zu den größten Brunnenunternehmen Deutschlands und rangiert – nach Angaben des Unternehmens – auf Platz 2 der nationalen Markenanbieter.

Neben dem Stammhaus Hassia Mineralquellen in Bad Vilbel werden auch die Tochterunternehmen Lichtenauer Mineralquellen, Thüringer Waldquell, Glashäger Brunnen, Wilhelmsthaler Mineralbrunnen sowie den Keltereien Rapp‘s und Kumpf in die Bilanz eingerechnet. Der mengenmäßige Anstieg von 1,3 % spiegelt die positive Entwicklung im Markengeschäft nur unzureichend wider; dort wurden teilweise bei einzelnen Marken deutlich höhere Zuwachsraten erzielt. Das im Vergleich zum Mengenwachstum geringer ausfallende Umsatzwachstum von 0,3 % resultiert vor allem aus Mengenverschiebungen bei preislich unterschiedlich positionierten Zweitmarken und dem Wegfall von Umsatzerlösen aus dem Rohstoff-verkauf/Halbwarengeschäft der Kelterei Kumpf.

Bei dem Getränkehersteller ragt insbesondere die Marke Rosbacher mit ihrer positiven Absatzentwicklung von 6 % aus dem Angebot hochpreisiger Marken heraus.Trotz erfolgreicher Markteinführung der Produktinnovationen bizzl Bitter Sprizz, einer Mischung aus klassischer Limonade und traditionellen Bittergetränken, konnte die Marke bizzl ihren Vorjahresabsatz aufgrund zunehmender Wettbewerbsintensität und des in der Branche sich dramatisch verstärkenden Preiskampfes nicht erreichen.

Auch Vita Cola, die ostdeutsche Traditionsmarke aus Thüringen, konnte sich im Cola-Segment den Einflüssen des Preisverfalls im Segment kohlensäurehaltiger Süßgetränke nicht vollständig entziehen. Allerdings gelang es der Marke im Osten im Segment der Limonaden mit tropisch-exotischen und karibischen Geschmacksrichtungen, ein zweistelliges Wachstum zu realisieren – trotz Eintritts werbestarker nationaler Wettbewerber in das Limo-Segment. In Summe kann Vita Cola im 8. Jahr hintereinander ein deutliches Absatzplus für sich verzeichnen.

Ein klares Plus von über 4 % steht in der Absatzbilanz von Glashäger, Bad Doberan (Mecklenburg-Vorpommern). Gerade durch das überproportionale Wachstum im Mineralwassersegment konnte die Marke punkten.

Im Fruchtsaftmarkt schreitet die Konsolidierung weiter voran und die massiv gestiegenen Rohstoffpreise prägen auch in 2013 die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Dennoch gelang es der Kelterei Rapps, die im November 2012 übernommene Marke Neu‘s, ohne nennenswerte Mengen- und Umsatzverluste beim Verbraucher und insbesondere beim Handel erfolgreich zu konsolidieren. Der Marke Rapps gelang es erstmals umsatzstärkste Marke in Hessen zu werden.

Geplante Investitionen 2014
In 2014 wird ein neues automatisiertes Hochregallager für die Kelterei Rapps in Karben im Vordergrund der Investitionspolitik stehen. Darüber hinaus erneuert die Unternehmensgruppe ihren kompletten Fuhrpark mit verbrauchsreduzierten Nutzfahrzeugen von Mercedes (Actros) und optimiert damit ihre Logistik-Gesamtkosten durch eine deutlich verbesserte Wirtschaftlichkeit des Fuhrparks.

(dw)

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