Wechselkurs Schweiz: Notenbank-Entscheidung schickt Pharmawerte auf Talfahrt
Die Schweiz hat die Wechselkursfixierung zum Euro aufgegeben  (Bild: Isabelle Barthe - Fotolia)

Die Schweiz hat die Wechselkursfixierung zum Euro aufgegeben (Bild: Isabelle Barthe - Fotolia)

Mit der schlagartigen Aufwertung des Franken gestern um rund 15 Prozent gingen Schweizer Industriewerte auf Talfahrt. Die Pharmakonzerne Roche und Novartis verloren 8,6 Prozent an Wert, in ähnlicher Größenordnung waren die Verluste des Spezialchemiekonzerns Clariant. Mit der Aufwertung des Franken verteuern sich Exportgüter aus der Schweiz. Auch Maschinenbauer und Lieferanten von Anlagenkomponenten sind dadurch betroffen.

Die Schweizer Nationalbank hatte im Jahr 2011 den Wechselkurs auf mindestens 1,20 Franken pro Euro festgelegt, um die schweizerische Exportwirtschaft zu schützen. Um den Kurs zu halten, hat die Schweiz seither massiv ausländische Wertpapiere, darunter deutsche Bundesanleihen, aufgekauft. Die Schweiz ist inzwischen der größte Gläubiger Deutschlands.

(as)

 

Sie möchten gerne weiterlesen?

Registrieren Sie sich jetzt kostenlos:

Bleiben Sie stets zu allen wichtigen Themen und Trends informiert.
Das Passwort muss mindestens acht Zeichen lang sein.

Mit der Registrierung akzeptiere ich die Nutzungsbedingungen der Portale im Industrie-Medien-Netzwerks. Die Datenschutzerklärung habe ich zur Kenntnis genommen.

Sie sind bereits registriert?