Auftragsherstellung

Merck fertigt Flüssigbiopsie-Kits für Elypta

18.02.2020 Der Darmstädter Pharmakonzern Merck übernimmt für das schwedischen Molekulardiagnostik-Unternehmen Elypta die Auftragsherstellung für klinisch-diagnostische Flüssigbiopsie-Kits. Diese ermöglichen eine genauere Diagnose von Krebserkrankungen.

Kits nutzen flüssige biologische Proben für den Nachweis und die Analyse von Biomarkern verschiedener Krebsunterarten. Bild: Merck)

Kits nutzen flüssige biologische Proben für den Nachweis und die Analyse von Biomarkern verschiedener Krebsunterarten. Bild: Merck)

Die Kits analysieren dazu Metaboliten, die bei verschiedenen Krebsarten fehlreguliert sind.  Sie „nutzen flüssige biologische Proben für den Nachweis und die Analyse von Biomarkern, um Krebsunterarten und damit geeignete Behandlungsoptionen zu identifizieren“, erklärt Jean-Charles Wirth, Leiter von Applied Solutions im Unternehmensbereich Life Science von Merck. Die Kits sollen am US-Produktionsstandort in St. Louis, Missouri, hergestellt und zunächst nur für Forschungszwecke (RUO) zur Verfügung gestellt werden. Für den Einsatz in Massenspektrometrie-Systemen bestimmt, sollen sie Forschern die Messung des gesamten Spektrums an Glykosaminoglykanen in Proben von Körperflüssigkeiten ermöglichen.

„Mit Merck als Lieferant sind wir in der Lage, den Test von Elypta ohne nennenswerte Investitionen in die Herstellung zu kommerzialisieren und schneller zur Marktreife zu bringen“, meint Karin Mattsson, Vice President Research & Development bei Elypta.  Die RUO-Kits sollen so noch 2020 auf den Markt kommen. Das Unternehmen plant, die Kits für den Einsatz als In-vitro-Diagnostikum in den USA und der Europäischen Union zu qualifizieren. Voraussetzung hierfür ist der Abschluss klinischer Validierungsstudien, darunter eine Studie zur Bewertung der Funktionsfähigkeit zur Überwachung auf Nierenkrebs-Rezidive. (jg)

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