Schneller als die Feuerwehr

Neue Detektionstechnologie für präventiven Brand- und Explosionsschutz

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05.10.2020 Alle fünf Minuten bricht in deutschen Unternehmen ein Brand aus – und gerade die Lebensmittel-Industrie gehört zu den gefährdetsten Branchen. Für einen wirksamen Schutz ist es notwendig, Zündinitiale möglichst früh zu identifizieren – und dabei auch von harmlosen Lichtquellen zu unterscheiden.

Entscheider-Facts

  • Brand- und Explosionsereignisse bedrohen gerade in der Lebensmittelindustrie nicht nur die Produktion, sondern haben oft noch darüber hinausgehende Folgen.
  • Moderne Funkenlöschanlagen können hier für ein hohes Maß an System- und Betriebssicherheit sorgen.
  • Die Voraussetzung sind Technologien, die hochwirksame mobile Zündinitiale erkennen, bevor diese einen Brand auslösen können.
Fire in the Industrial Factory.

Bild: phonix_a – stock.adobe.com

Gerade Glimm- und Schwelbrände sind häufig der Ursprung größerer Brand- und Explosionsereignisse. Statistiken belegen deutlich, dass solche Explosionen und Brände in der Produktion oft mehr zerstören, als nur das, was die Flammen erreichen. Immer wieder geraten Betriebe durch einen Brand in erhebliche wirtschaftliche Probleme. Nicht alle Folgen eines Brandes lassen sich versichern. Daher führt oft ein Brand mittelbar in die Insolvenz. Somit ist präventiver Brand- und Explosionsschutz eine wesentliche Einrichtung nicht nur zum Schutz der Produktion, sondern auch des Unternehmens und der dort arbeitenden Menschen.

Moderne Funkenlöschanlagen können hier für ein hohes Maß an System- und Betriebssicherheit sorgen. Dies hat gerade unter sicherheitstechnischen Gesichtspunkten in modernen Produktionsanlagen einen sehr hohen Stellenwert. Die permanente Verfügbarkeit einer Produktionseinrichtung mit meist hohen Investitionskosten ist gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten und starkem, auch internationalen, Wettbewerbsdruck immer sicherzustellen.

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Funkenmelder mit der Detektionstechnologie IDT erkennen Zündinitiale und können diese von harmlosen Quellen unterscheiden.
Bild: Fagus-Grecon

Leistungsstarke Melder sind Voraussetzung für Brandschutz

Voraussetzung für eine effektive Funkenlöschung ist es, die Gefahr frühzeitig aufzuspüren: Die von Fagus-Grecon neu entwickelte intelligente Technologie IDT erkennt nicht nur hochwirksame mobile Zündinitiale, bevor sie einen Brand auslösen. Sie ist darüber hinaus in der Lage zu unterscheiden, ob es sich zum Beispiel um einen gefährlichen Funken handelt oder einen harmlosen Fremdlichteinfall – etwa ausgelöst durch poröse oder beschädigte Rohrleitungen oder die Öffnung einer Revisionsklappe.

IR-Melder überwachen Förderwege und lösen, wenn nötig, innerhalb weniger Millisekunden High-Speed-Wasserlöschungen aus. Eine Verschleppung von Zündquellen lässt sich so sehr wirkungsvoll unterbinden. Auch das Ausschleusen oder Absperren des Produktstroms ist möglich und kommt dann zum Einsatz, wenn eine Löschung mit Wasser nicht möglich ist. Ein vierfach abgestuftes Alarmsystem sorgt dafür, dass adäquate Maßnahmen automatisch und gezielt aktiviert werden, die in den meisten Fällen ohne Unterbrechung des Produktionsprozesses im Hintergrund ablaufen können. Es werden also durch dieses System Schäden und die daraus oft resultierenden Ausfallzeiten minimiert, ohne den Produktionsprozess unnötig zu stören.

Ferner lassen sich auch Filter oder Silos durch die geeignete Technik auf nicht auszuschließende Stillstandsbrände oder Selbstentzündung hin überwachen. Im Alarmfall wird in solchen Fällen bereits mit einer Löschung reagiert, noch bevor der entstehende Brand vom Anlagenbetreiber oder der Feuerwehr bemerkt wird.

 

Heftausgabe: Pharma+Food Oktober 2020

Über den Autor

Denis Sauerwald, Marketing, Fagus-Grecon Greten
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