VFA-Umfrage

Pharmaunternehmen mit immer mehr Forschungsprojekten

07.02.2020 Pharmaunternehmen in Deutschland haben die Zahl ihrer fortgeschrittenen Arzneimittel-Forschungsprojekte seit 2017 um fast 30 % gesteigert. Das ergibt eine aktuelle Umfrage des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (VFA).

Forschung Reagenzgläser Labor

Die forschenden Pharmaunternehmen in Deutschland arbeiten derzeit an Projekten gegen eine Vielzahl von Krankheiten. (Bild: Tom – Fotolia)

Demnach arbeiten forschende Pharma-Unternehmen arbeiten derzeit an 434 Arzneimittelprojekten gegen mehr als 145 Krankheiten mit dem Ziel einer Zulassung bis Ende 2023. Besonders viele Medikamente entwickeln die VFA-Unternehmen derzeit gegen Lungenkarzinome (35 Projekte) sowie gegen Brustkrebs (22). Bei den meisten Krebsarten werden Medikamente eingesetzt, die nur auf wenige Krebsarten zugeschnitten sind.
Weitere Schwerpunkte der Forschung bilden Arzneien gegen Diabetes Typ 2 (14), HIV-Infektionen (10) sowie die Hautkrankheit atopische Dermatitis (9). 68 oder 16 % der Entwicklungsprojekte betreffen ausdrücklich Medikamente gegen seltene Krankheiten, sogenannte Orphan Drugs. „Damit entsprechen die Unternehmen dem gesellschaftlichen Anliegen, dass es nicht von der Häufigkeit der Erkrankung abhängen soll, ob Patienten medizinische Hilfe bekommen oder nicht“, so VFA-Präsident Han Steutel.

Insgesamt verteilen sich die Forschungsprojekte wie folgt auf die verschiedenen Krankheitsarten:

  • Krebserkrankungen: 206 Projekte
  • Entzündungskrankheiten: 73 Projekte
  • Infektionskrankheiten: 33 Projekte
  • Neurologische Erkrankungen: 27 Projekte
  • Stoffwechselkrankheiten: 20 Projekte
  • Herz-Kreislauf-Krankheiten: 19 Projekte
  • andere Erkrankungen: 56 Projekte

Die ausführlichen Ergebnisse der Erhebung mit wichtigen Trends und einer Liste aller fortgeschrittenen Projekte der forschenden Pharma-Unternehmen des VFA finden sich unter www.vfa.de/perspektive-2023(jg)

 

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