Emissionen ausgeschlossen

Sicherer Transport von Feststoffen in hygienesensiblen Bereichen

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16.05.2017 Gerade bei hochwirksamen Substanzen ist es von enormer Wichtigkeit, Ansätze von Wirkstoffen oder Chemikalien innerhalb eines Betriebes sicher transportieren zu können.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Auch hochaktive Stoffe müssen von A nach B gelangen. Dabei dürfen sie zum einen nicht das dort arbeitende Personal gefährden, zum anderen gilt es, Produktverluste möglichst auszuschließen. Mit dem im Beitrag vorgestellten System lassen sich Pulver nicht nur sicher transportieren, sondern auch restlos entleeren.
  • Für Applikationen, bei denen Betreiber angelieferte Güter sicher aus Fässern entleeren müssen, hat das Unternehmen außerdem einen speziellen Trichter entwickelt, der einen staubfreien und ungehinderten Produktfluss ermöglicht.
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Der Mitarbeiterschutz steht im Zentrum, wenn es um das Arbeiten mit hochaktiven Stoffen geht.

Für diesen geschlossenen Transport von Feststoffen (Pulvern und Granulaten) unter Sterilbedingungen ist das EPTS (emissionsfreies Pulver-Transport-System) für kleine Wirkstoffmengen ausgelegt – und bereits bei namhaften Pharmafirmen im täglichen Einsatz. Das System besteht aus einem schüttwinkeloptimierten Zentralbehälter, der jeweils auf der Befüllungs- und Entleerungsseite mit Klappenventilen ausgerüstet ist sowie einem passenden Baukasten von Anbau- und Verschlussteilen (Tri-Clamp). Das Wirkstoffvolumen kann je nach Durchmesser zwischen 2 und 220 l betragen. Auf der Befüllungsseite ist es möglich, diverse Adapterelemente wie Trichter oder inertisier- und sterilisierbare Adapterstücke zu montieren; das gilt ebenfalls für den Auslauf. Wobei die hohe Qualität mit der 0berfläche, Ra < 0,25 µm von allen prozessseitigen Oberflächen eine effiziente und restlose Entleerung ermöglicht. Somit ist das System adaptierbar, beispielsweise auf einen Reaktor, einen Ansatzbehälter oder eine Tablettenpresse. Auch das Befüllen und Entleeren unter Schutzatmosphäre (Glove-Box) oder Vakuum ist möglich.

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Auf einen Rollwagen montiert, ist das EPTS innerhalb des Produktionsbereichs verfahrbar.

Funktionsweise des EPTS

An dem Ventil des Behälteroberteils kann der Betreiber einen Trichter zum Befüllen und/oder eine CIP-Kammer zum Reinigen des Gesamtsystems anbringen lassen, wobei das Klappenventil am Auslauf des Systems einen Anschluss für den zu befüllenden Reaktor hat. Beim Befüllen entfernt der Bediener die CIP-Kammer komplett, um den Trichter aufzustecken. Dieser wird auf das Oberteil des EPTS angeflanscht und das Medium (Pulver) in einem Saugprozess eingefüllt. Danach verschließt der Anwender das Klappenventil und montiert die CIP-Kammer wieder, sodass er das EPTS zum Reaktor fahren kann. Dort dockt er es an und kann so das Pulver unter Vakuumbeaufschlagung des Reaktors in den Prozess einbringen. Gegebenenfalls kann das Personal den Trolley mit einem Lifter neben den Reaktor schieben. Das am EPTS angebrachte Clean-in-Place-System ermöglicht eine 100%ige Entleerung sowie eine Reinigung des Gesamtsystems ohne Emissionen. Auf Wunsch kann der Hersteller integrierbare Sprühköpfe und Rotationsdüsen zur CIP-Reinigung oder auch zur geschlossenen Entleerungsoptimierung mit Prozessflüssigkeit implementieren. Optional ist das System in Hastelloy oder mit Halar-Beschichtungen erhältlich. Ebenso können neben Silikon unterschiedliche Dichtungsmaterialien wie EPDM oder PTFE (FDA-konform) zum Einsatz kommen.

Heftausgabe: Mai 2016
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Über den Autor

Beate Kerkhoff, freie Journalistin für Bolz Intec

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