Betriebshygiene unter der Lupe
| von Helmut Bößmann, Leiter Schlauchtechnologie Mogema
  • Bei der Wanddurchführung KWD-Baktex wird der Wandquerschnitt lediglich durch eine für die Leitungsdurchführung gedachte Kernbohrung angetastet. Weitere Bohrlöcher, zum Beispiel für Wandverschraubungen oder ähnliches, sind im Gegensatz zu herkömmlichen Produkten nicht notwendig.
  • Das Dichtsystem Pipetide ermöglicht es, eine Verbindung komplett abzudichten, ohne dass Feuchtigkeit in Zwischenräume dringen kann und so die Bildung von Bakterien verhindert wird.
  • Die Wanddurchführung lässt sich mit zugelassenen Brandschutzsystemen kombinieren.

Oft ist schon zu Beginn einer Anlagenplanung oder bei Nachrüstungen und Umbauten das Thema Wanddurchführungen unter Wahrung der Hygieneerfordernisse mit vielen Fragezeichen versehen. Beispielhaft seien nur einige genannt:

  • Wie wird an später nicht mehr oder nur schwer zugänglichen Stellen eine mögliche Bakterienbelastung verhindert, insbesondere in Mikroklimabereichen, die ein Wachstum verschiedenster, gefahrbringender Bakterien begünstigen?
  • Gibt es ein zuverlässiges Bausystem, welches ohne das Risiko reißender oder schrumpfender Fugendichtungsmittel eingesetzt werden kann?
  • Wie werden eventuelle Leckagen kontrolliert, die auf häufig auftretende minimale Bewegungen des Leitungssystemes durch anlagenseitig aufgebrachte Vibrationen zurückzuführen sind?
  • Wie das Risiko eines ungewollten Eindringens fließfähiger Produkte in Wand und Decke minimiert?
  • Wie bei Paneelverkleidungen oder Wandbeschichtungen ein ungewolltes Eindringen in Wand oder Decke unterbunden?
  • Darüber hinaus müssen noch zahlreiche weitere Fragen beantwortet werden.

Flächenbündige Dichtungsebene
Bei der Wanddurchführung KWD-Baktex, die diese und weitere Aspekte klärt, wird der Wandquerschnitt lediglich durch eine für die Leitungsdurchführung gedachte Kernbohrung angetastet. Weitere Bohrlöcher, zum Beispiel für Wandverschraubungen oder ähnliches, sind im Gegensatz zu herkömmlichen Produkten nicht notwendig. Bei dem Systembauteil wurde das Konstruktionsprinzip einer Wanddurchführung komplett überdacht und neu gestaltet.

Wichtigstes Markmal des Systems ist ein Edelstahlpassstück, erhältlich in unterschiedlichen Qualitäten und Querschnitten, das mit einer speziell entwickelten Quetschverschraubung versehen ist. Dieses Edelstahlpasstück wird bündig in die Kernbohrung in die Wand oder die Decke eingelassen. Vorgefertigte Dichtungsprofile, vorzugsweise aus den Werkstoffen Silikon, Chloropren-Kautschuk und andere, sorgen für eine flächenbündige Dichtungsebene.

Durch die Quetschverschraubung werden mittels eines Flansches die Dichtungen druckbeaufschlagt, so dass Wandunebenheiten durch Beschichtung oder Oberflächenstrukturen ausgeglichen werden. Gleichzeitig wird hierdurch eine umlaufende Dichtungsebene erzeugt, die ein Eindringen von Flüssigkeiten verhindert. Pastöse oder flüssige Dichtungsmittel sind überflüssig. So ist sichergestellt, dass fließfähige Medien den Wandquerschnitt nicht erreichen. Die Betriebshygiene ist gewahrt.

In Kombination mit dem Dichtsystem Pipetite lässt sich eine komplette Raumschottung realisieren. Das Dichtsystem ermöglicht es, eine Verbindung komplett abzudichten, ohne dass Feuchtigkeit in Zwischenräume dringen kann und so die Bildung von Bakterien verhindert wird. Die Manschette erlaubt signifikante Rohrbewegungen, ohne dass die Dichtung dabei beschädigt oder die Abdichtung zwischen Wand und Rohr verschoben wird.

Die Wanddurchführung lässt sich mit zugelassenen Brandschutzsystemen kombinieren, so dass im Bedarfsfall und in der Regel den üblichen Brandschutzanforderungen Rechnung getragen wird.

 

Der Eintrag "freemium_overlay_form_pf" existiert leider nicht.