Antimalarial pills before being packed

In den Standorten werden bisher unter anderem auf orale feste Darreichungsformen (OSD) hergestellt. (Bild: Novartis)

| von Jona Göbelbecker

Die beiden Standorte in der Provinz Barcelona beschäftigen rund 1.000 Mitarbeitende. Das Werk in El Masnou ist auf die Herstellung von sterilen ophthalmologischen Darreichungsformen spezialisiert und soll die bisherigen Aktivitäten in Irvine (USA) und Hameln (Deutschland) ergänzen. Der zweite ehemalige Novartis-Standort in Barberà del Vallès wiederum ist auf orale feste Darreichungsformen (OSD) und Kapseln für Inhalationsgeräte spezialisiert und soll Siegfrieds bestehende Fähigkeiten im Bereich OSD in Malta erweitern. Der Standort stärke außerdem das Portfolio des Unternehmens im Bereich der Herstellung hochwirksamer Medikamente.

Technologisches Kompetenzzentrum geplant

Die beiden neuen Standorte will Siegfried nun zu flexiblen und wettbewerbsfähigen CDMO-Plattformen umbauen, die ihre Dienstleistungen weltweit anbieten sollen. In diesem Transformationsprozess soll die „betriebliche Effizienz“ überprüft werden. Außerdem plant Siegfried Investitionen in Entwicklungskapazitäten mit dem Ziel, ein technologisches Kompetenzzentrum in der Region Barcelona zu schaffen.

Novartis-Produkte werden weiter hergestellt

Im Rahmen der Transaktion hat das Unternehmen mit dem früheren Eigner Novartis verschiedene Vereinbarungen getroffen, die eine enge Zusammenarbeit während der Carve-out- und Post-Merger-Integrationsphase beinhalten und mehrjährige Abnahmeverpflichtungen für die Herstellung und Lieferung wichtiger Novartis-Produkte vorsehen. Damit werde Siegfried zu einem strategischen Partner von Novartis mit dem Status eines bevorzugten Lieferanten ("Preferred Supplier"), wie das Unternehmen mitteilte.

„Kritische Größe“ erreicht

Die beiden Produktionsstandorte seien eine ideale Ergänzung zu den bestehenden im Bereich Drug Products, der sich mit der Herstellung fertiger Darreichungsformen beschäftigt. Dort erreiche Siegfried jetzt die notwendige „kritische Größe“ erreicht habe. Mit den beiden neuen Standorten besteht das globale Netzwerk des Unternehmens, das außerdem auch Wirkstoffe und Zwischenstufen produziert, insgesamt nun aus elf Standorten auf drei Kontinenten mit rund 3.500 Mitarbeitenden. In der neuen Struktur strebt Siegfried für das Jahr 2021 einen Gesamtumsatz von mehr als 1 Mrd. Schweizer Franken.

Übernahme mit Wirkung zum Jahresbeginn

Die geplante Übernahme der beiden Standorte hatte Siegfried bereits im September 2020 angekündigt. Nach der Zustimmung aller zuständigen Behörden wurde die Akquisition am 4. Januar 2021 mit Wirkung zum 1. Januar 2021 vollzogen: „Diese Akquisition wird unser weltweites Netzwerk im Bereich Drug Products in Bezug auf Kapazität und technologische Fähigkeiten deutlich verstärken“, erklärte Dr. Wolfgang Wienand, Chief Executive Officer von Siegfried.

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