Reinigungsprozess

(Bild: GettyImage)

In Deutschland gelten für die Herstellung von Lebensmitteln zahlreiche Standards. Kaum eine Branche ist so dicht und streng reguliert wie die Lebensmittelindustrie. Aber nicht nur der Gesetzgeber setzt die Einhaltung dieser Vorschriften voraus. Auch die Konsumenten fordern höchste Lebensmittelsicherheit und gleichbleibende Produktqualität. Hinzu kommt, dass Nachhaltigkeits- und Tierschutzaspekte heute ebenfalls großen Einfluss auf die Kaufentscheidung am Supermarktregal ausüben. Für die herstellenden Industriebetriebe bedeutet das: Es braucht stabile, gut überwachte und ressourceneffiziente Prozessabläufe, deren hohe Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstandards transparent an Verbraucher und Behörden kommuniziert werden können.

 

Ganzheitliche Vernetzungskonzepte und Softwarelösungen

Keine Frage, um das alles zu ermöglichen, führt kein Weg mehr am Einsatz digitaler Technologien im Sinne von Industrie 4.0 vorbei. Schneider Electric zum Beispiel setzt als enger und erfahrener Partner der Konsumgüterindustrie auf ganzheitliche Lösungen für eine IIoT-basierte Digitalisierung. Dazu hat der Tech-Konzern ein umfassendes Sortiment an elektrotechnischen Komponenten, Steuerungen, Softwareanwendungen und Serviceleistungen entwickelt, das auf die Ansprüche der Branche zugeschnitten ist. Partnerschaften mit AVEVA und ProLeiT ergänzen das Angebot in puncto Software noch weiter – etwa für vertikale Märkte wie die Molkerei- oder Brauereibranche. Grundlage jeder Anlagen- und Maschinenvernetzung ist dabei die offene IIoT-Architektur EcoStruxure. Darin sind sämtliche Feldgeräte, Steuerungen und Softwareapplikationen durchgängig miteinander vernetzt und Daten können transparent und in Echtzeit kommuniziert werden. Für den gesamten Lebenszyklus einer Fabrik lassen sich damit Vorteile auf OPEX- und CAPEX-Ebene nutzen. Insbesondere zahlt sich die mit EcoStruxure geschaffene Datentransparenz dann aus, wenn spezialisierte Softwareapplikationen für Monitoring und Datenanalyse zum Einsatz kommen. Zum Beispiel sogenannte Advisor.

 

Effizient und nachhaltig Reinigen

Mit den Software-Advisors macht Schneider Electric seine Lösungsarchitektur EcoStruxure auch für den Mittelstand verfügbar. Applikationen wie der EcoStruxure Clean-in-Place Advisor oder der EcoStruxure Traceability Advisor sind auf konkrete Aufgaben in den Zielmärkten Pharma und Food zugeschnitten und nutzen die durch IIoT-Vernetzung geschaffene Datenverfügbarkeit.

In der Lebensmittel- und Pharmaindustrie wird ein großes Maß an Ressourcen für Hygienevorgänge verbraucht. Um hier für mehr Effizienz und Nachhaltigkeit zu sorgen, hat Schneider Electric sein Softwaretool EcoStruxure Clean-in-Place Advisor entwickelt. Damit können in typischen Anwendungsszenarien bis zu 30 Prozent an Energie, Wasser und Chemikalien eingespart werden. Die Lösung stellt zudem sicher, dass sich die unentbehrlichen Reinigungsvorgänge möglichst ergonomisch in die Produktionsabläufe einfügen und reproduzierbare Ergebnisse liefern. Auch eine detaillierte Dokumentation aller Hygienemaßnahmen wird dabei geleistet.

Video CIP-Advisor

Nachverfolgen, Überwachen und Dokumentieren

Beim Thema Rückverfolgbarkeit geht der EcoStruxure Traceability Advisor von Schneider Electric noch einen großen Schritt weiter. Über die Aufzeichnung der werksinternen Prozesse hinaus, stehen innerhalb der umfangreichen Softwaresuite sämtliche Daten aller Stationen der Wertschöpfungskette transparent zur Verfügung.

Insgesamt können fünf Module kombiniert werden:

  • Origin
  • Digitale Lösungen im Werk
  • Track & Trace
  • Produkt-Informationsmanagement
  • Recall-Management

Während mit Origin und Digitalen Lösungen im Werk Zulieferung sowie Produktion überwacht und rückverfolgt werden können, bietet das Track & Trace Modul eine detaillierte Übersicht der nachgelagerten Lieferkette. Für serialisierte Einzelverpackungen ebenso wie für aggregierte Chargen, Kartons oder Paletten ermöglicht das Modul die lückenlose Verfolgung von Erzeugnissen – von der Verpackungsmaschine bis in den Groß- oder Einzelhandel.

Das Modul zum Produkt-Informationsmanagement sorgt dafür, dass alle wichtigen Angaben bezüglich Herstellung und Umweltstandards transparent und verständlich an die Konsumenten kommuniziert werden können. Dabei geht es nicht nur um gesetzlich geforderte Angaben zu Zutaten, Mindesthaltbarkeitsdatum oder Nährwerten. Auch Informationen zum ökologischen Fußabdruck oder kreislaufwirtschaftliche Aspekte lassen sich dokumentieren. Hinzu kommt, dass das Produktinformationsmanagement dank der leistungsstarken Software äußerst flexibel funktioniert. Änderungen bei den zuliefernden Landwirtschaftsbetrieben, effizienzoptimierte Produktionsbedingungen oder neue Rezepturen werden automatisch erfasst und sofort gesetzeskonform in die kommunizierten Angaben übernommen. Für schnelle Time-to-Market-Zeiten ein entscheidender Faktor.

 

Fazit

Detaillierte Rückverfolgbarkeit und optimale Hygieneprozesse sind in Zeiten hoher Kundenansprüche ein absolutes sicherheitstechnisches Muss. Mit dazu gehört: die über den rechtlichen Rahmen hinausgehende Dokumentation der Herstellungsbedingungen an den Endverbraucher. Diese kann sich im dichten Gedränge von Bio- und Naturlebensmitteln schnell zu einem wertvollen Wettbewerbsvorteil auswachsen. Gleichzeitig sollten Produktivität und Flexibilität eines Betriebs aber so wenig wie möglich durch Maßnahmen für Rückverfolgbarkeit und Reinigungsprozesse beeinträchtigt werden. Das umso mehr, da die Absatzmärkte für Lebensmittel heute immer mehr durch schwankende Nachfrage und fluktuierende Produktvielfalt geprägt werden. Digitale und intelligente Softwarelösungen wie der EcoStruxure Traceability Advisor sowie der EcoStruxure Clean-in-Place Advisor von Schneider Electric zielen genau darauf ab: Wettbewerbsfähigkeit sichern, Flexibilität und Effizienz erhöhen und gleichzeitig höchste Sicherheit und Rückverfolgbarkeit garantieren. Und dass über alle Stationen der Wertschöpfungskette hinweg.

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