FIBC für den Einsatz für pharmazeutische Wirkstoffe

Containment mit abgetrenntem Arm

Pharma
Food
Kosmetik
Chemie
Planer
Betreiber
Einkäufer
Manager

15.09.2017 Hochwertige FIBC sind kein Produkt von der Stange: Hersteller entwickeln und konzipieren die Behälter grundsätzlich in Zusammenarbeit mit dem Anwender für die jeweiligen Anforderungen.

Anzeige

Entscheider-Facts für Betreiber

  • Das Abfüllen und Entleeren hochwirksamer Substanzen in und aus FIBC erfordert besondere Vorsichtsmaßnahmen, die sich mit maßgeschneiderten Innenfolien der Big Bags umsetzen lassen.
  • Bei dem vorgestellten System ermöglichen seitlich am Einfüll- und Ablaufstutzen angebrachte Seitenarme, den Behälter bei geschlossenem Containment sicher abzunehmen und den Folgebehälter anzubringen.
  • Die FIBC und passende Liner sind jeweils auf die Anforderungen des Füllgutes abgestimmt. Die Produktion geschieht aus hochwertigen Rohstoffen unter GMP- und Reinraum-Bedingungen.

 

1_PacLiner mit zwei Seitenarmen_preview

Mithilfe der Seitenarme des Pacliners lässt sich ein FIBC bei geschlossenem Containment an- und abkoppeln. (Bilder: Empac)

Pharmazeutische Füllgüter sind oft sehr feine Pulver, für deren Transport und Lagerung häufig FIBC des Typs C zum Einsatz kommen. Die Typisierung bedeutet, der Ableitwiderstand von jedem Punkt des FIBC zum erdungsfähigen Punkt muss kleiner sein als 107 Ohm.

Diese Art von FIBC lassen sich je nach Anforderungen mit verschiedenen Innenfolien ausstatten, von einfachen LDPE Folien bis hin zu leitfähigen Innenfolien aus Aluminium-Verbund, für langfristige Lagerfähigkeit und maximalen Schutz von Füllgut und Umgebung. Letzteres ist insbesondere bei hochaktiven Wirkstoffen wichtig, die unter High Containment zu handhaben sind.

High Containment durch Seitenarme

Bei solchen Füllgütern stellt das Abfüllen in und das Entleeren aus Big Bags, also die Handhabung in großen Mengen, eine Herausforderung dar. Um dieses Problem zu lösen, stellt die Firma Empac Big Bags mit speziellen Innenfolien her, die über „Seitenarme“ im Bereich der Einfüll- und Auslaufstutzen verfügen. Diese ermöglichen es, einen fertig gefüllten FIBC als geschlossenes System abzunehmen und den nächsten zu füllenden Behälter bei geschlossenem System an die Füllstation anzubringen: Der Einfüllstutzen des gefüllten FIBC wird zweifach mit speziellen Kramp-Verschlüssen geschlossen. Zwischen diesen Verschlüssen wird getrennt. Der gefüllte FIBC lässt sich dann entfernen, die Öffnung der Füllanlage bleibt durch das obere Stück des Liner-Füllstutzens verschlossen. Dieses wirkt wie eine Verschlusskappe.

Anschließend bringt der Betreiber den nächsten FIBC an der Füllanlage an. Hierzu zieht er den Einfüllstutzen über das verbleibende Teil des Einfüllstutzens des vorher gefüllten FIBC und verbindet ihn fest mit dem Füllrohr der Anlage. Dann entfernt er mittels eines der Seitenarme am zweiten FIBC das verbleibende Teil des vorher gefüllten Behälters. Dieses Teil verbleibt im Seitenarm, welcher wiederum mittels Kramp-Verschluss kontaminationsfrei geschlossen wird.

Das Verfahren beim Entleeren der FIBC verläuft analog dazu, indem nun der Auslaufstutzen der Innenfolie nach dem Entleeren des ersten FIBC zweifach verschlossen und durchtrennt wird. Die Seitenarme des Auslaufstutzens werden wie zuvor beschrieben genutzt, um kontaminationsfrei auf den nächsten zu entleerenden FIBC zu wechseln. Behälter mit weiteren Seitenarmen, beispielsweise zur Probenentnahme, sind ebenfalls erhältlich. Der klassische FIBC hat ein Volumen von rund 300 bis 2.000 l. Aktuell werden auch kleinere Gebinde der Größe 10 bis 50 l ent-wickelt. Auch diese sollen mit speziellen Kunststoffanschlüssen für kontaminationsfreies Füllen und Entleeren erhältlich sein.

Heftausgabe: September 2017
Seite:
Anzeige

Über den Autor

Norbert Kloppenborg, Verkaufsleiter, Empac
Loader-Icon