Durchblick für Betreiber

Die Biozid-Verordnung und ihre Auswirkungen für Ozon-Anlagen

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24.02.2016 Hier gibt es keinen Spielraum für Kompromisse: Betreiber müssen Wasser in vielen Anwendungen effizient und umweltfreundlich behandeln und aufbereiten.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Ozon ist das Mittel der Wahl, wenn Betreiber aus dem Pharma- oder Lebensmittelbereich Wasser und Gefäße von Keimen und gefährlichen Verunreinigungen befreien wollen.
  • Mit der EU 528/2012 trat eine Bioziodverordnung in Kraft, die auch Auswirkungen auf Betreiber von Ozon-Anlagen hat. Die bekannten Hersteller haben sich im Zuge dessen zusammengetan und Klarheit für die anwendende Industrie geschaffen.
  • Fakt ist: Nach erfolgreichem Zulassungsverfahren können Betreiber ihre Anlagen auch weiter nutzen.

Als sehr starkes Oxidations- und Desinfektionsmittel ist Ozon dabei anderen Mitteln wie Wasserstoffperoxyd oder Chlor deutlich überlegen. Aufgrund dieser Oxidationsstärke und damit eine wirtschaftliche und wirksame Lösung in vielen Anwendungen – anstatt oder auch ergänzend zu anderen Mitteln.

Die Biozidverodnung der EU
Bereits 2012 hat das EU-Parlament durch die Biozid-Verordnung (EU 528/2012) festgelegt, dass in der EU jedes Biozid als Wirkstoff eine Genehmigung und dessen Anwendung als Biozidprodukt eine Zulassung benötigt. Darunter fallen auch Ozon und seine Anwendung als Biozid. In den letzten Monaten wurden allerdings mehrfach unwissende und missverständliche Meldungen publiziert, weshalb an dieser Stelle Klarheit geschaffen werden soll. Die Fakten: Wird Ozon als Biozid verwendet, ist der Betreiber der Ozonanlage Hersteller eines Biozids im Sinne der Biozid-Verordnung. Die Verordnung schließt ausdrücklich auch vor Ort („in-situ“) durch den Anwender im Prozess selbst hergestellte Biozide mit ein. Somit ist der Anlagenbetreiber verantwortlich für die Zulässigkeit seiner Anwendung. Das Zulassungsverfahren erfordert das Erstellen eines Wirkstoff- und Produktdossiers, wozu erhebliches Detailwissen über das Biozid und seine Erzeugung, Wirkung, mikrobiologische Wirksamkeit, Nebenprodukte, Toxikologie, Umweltemissionen und vieles mehr erforderlich ist. Der Betreiber einer Ozonanlage kann seine Zulassung von dem Hersteller seiner neuen oder auch bereits bestehenden Ozonanlagen erhalten, sofern dieser die Zugriffsrechte auf besagtes Dossier in Form eines sog. „Letter of Access“ (LoA) besitzt.

Heftausgabe: Februar 2016
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Andreas Minzenmay, Produktmanager Kalte Systeme, BWT Pharma & Biotech

Über den Autor

Andreas Minzenmay, Produktmanager Kalte Systeme, BWT Pharma & Biotech
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