Kegel statt Rutsche

Durchfluss-Messsystem für frei fließende Schüttgüter

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06.04.2016 Weniger Zeit verpulvern, einfacher und sauberer messen: Messgeräte für den Massenstrom sind ebenso wichtige Anlagenkomponenten wie Schneckenförderer, Zellradschleusen oder pneumatische Förderorgane.

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Entscheider-Facts Für Betreiber

  • Inline-Messgeräte für den Massenstrom, die sich ohne Ausbau reinigen und kalibrieren lassen, steigern die Verfügbarkeit und Effizienz einer Anlage.
  • Das Messprinzip mit konkavem Kegel ermöglicht langzeitstabile Reproduzierbarkeit auch bei veränderlichen Schüttguteigenschaften.
  • Durch das totraumfreie Edelstahlgehäuse und die außerhalb der Messkammer angebrachten Sensoren ist das Gerät CIP/SIP-kompatibel und erfüllt Anforderungen an „Hygienic Design".

Während Letztere Schüttgüter zwischen wertschöpfenden Prozessschritten überführen oder dosieren, ermöglichen erst die Messgeräte die optimale Regelung von Prozessparametern. Massenströme und damit den Materialverbrauch von Pulvern, Granulaten und anderen Schüttgütern kontinuierlich und genau zu erfassen, leistet einen großen Beitrag zur Effizienz der Anlage. Aufwendige Reinigungsarbeiten am Messgerät zwischen verschiedenen Produktionsvorgängen, unterschiedlichen Produkten oder einzelnen Batches machen diesen Beitrag jedoch schnell zunichte. Daher kommt es auch darauf an, eine Produktionsanlage für Wartung und Reinigung nicht lange unterbrechen zu müssen. Besonders wichtig ist dies in der hygienischen Prozessführung, wo Marktanforderungen und internationale Standards rückführbare Qualität der Erzeugnisse bei immer kürzeren Produktionszeiten fordern. Als hygienisches Inline-Massedurchfluss-Messgerät für frei fallende Pulver und Schüttgüter erfüllt der Vasometer von Rembe Kersting diese Anforderungen mit einer neuen Konstruktion.

Zentripetalkraft am Kegel
Ähnlich wie bereits existierende Schüttgutwaagen, die mit einer gebogenen Rutsche arbeiten, nutzt der Vasometer die Zentripetalkraft, um den Massenstrom zu ermitteln. Ein konkaver Messkegel bildet jedoch anstelle einer gebogenen Rutsche den Kern des Geräts. Pulver oder Schüttgüter gelangen über eine im Gerät angeordnete Zuführung zunächst stoßfrei auf den Kegel, welcher das Messgut um einen spezifischen Winkel umlenkt. Diese Umlenkung erzeugt zusammen mit Masse und Geschwindigkeit des fallenden Gutes die wirkende Zentripetalkraft. Die Abhängigkeit dieser Kraft von den Einflussgrößen haben die Ingenieure während der Entwicklung des Vasometers experimentell erfasst und physikalisch beschrieben. Das Ergebnis ist die Form des Messkegels, bei der sich die Reibungskräfte des einfallenden Schüttgutes durch optimale Krafteinleitung aufheben. Bestehen bleibt die nach unten gerichtete Komponente der Zentripetalkräfte. Mit dieser Konstruktion kompensiert das Gerät sowohl den Einfluss der Geschwindigkeit als auch veränderliche Eigenschaften des Schüttguts. Verschiedene Pulver oder Granulate lassen sich daher ohne komplizierte Anpassungen der Anlage wiegen. Auch die Art der Materialzuführung, ob über Förder-
schnecke, Zellradschleuse oder Schiebersteuerung, lässt die Qualität der Ergebnisse unbeeinträchtigt.

Heftausgabe: April 2016
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Über den Autor

Jochen Eberheim, Geschäftsführer Rembe Kersting
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