Routine im Produktionsprozess

NIR-Spetrometer in der Qualitätskontrolle

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12.03.2013 Nahinfrarot-Spektrometer werden immer häufiger in der Routineanalytik eingesetzt. Das im Vergleich zu anderen IR-Verfahren energiereichere Licht ermöglicht in Verbindung mit modernen Probensystemen eine vergleichsweise einfache Handhabung. Deshalb wird das spektrale Messprinzip für Aufgaben der Qualitätskontrolle in der Pharmaindustrie oder Chemie immer beliebter. Der Schweizer Anayltikspezialist Metrohm hat nun zwei neue Analyzer im Programm, die genau auf diese Anwendungsbereiche zielen.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • NIR-Spektrometer ermöglichen heute eine auch im Produktionsbetrieb praktikable exakte Analyse von Eingangsstoffen und Produkten.
  • Der robuste NIRS DS2500 Analyzer hält auch rauen Produktionsumgebungen stand und liefert in weniger als einer Minute Analysen von anspruchsvollen Parametern.
  • Mit dem NIRS XDS Masterlab Analyzer können Tabletten, Feststoffe und Flüssigkeiten zerstörungsfrei untersucht werden.

Genauigkeit über großen Wellenlängenbereich
Der NIRS DS2500 Analyzer zeichnet sich durch eine sehr hohe Genauigkeit und Stabilität über den Spektralbereich von 400 bis 2.500 nm aus. Dies wird durch eine prädispersive Monochromator-Technologie erreicht. Dadurch ist es möglich, in weniger als einer Minute Analysen von anspruchsvollen und Low-Level-Parametern durchzuführen. Auch in rauen Produktionsumgebungen liefert das kompakte Analysengerät präzise Analysen. Das einfach zu bedienende Gerät ist robust (IP65) und hält Feuchtigkeit, Staub, Vibrationen und Temperaturschwankungen stand. Diese Eigenschaften erlauben den Einsatz im Atline-Betrieb durch Schichtpersonal in Produktionsanlagen oder aber zur Qualitätskontrolle im Wareneingangslager. Das Analysengerät wird in der Pharmaindustrie, bei der Produktion von Nahrungsergänzungsmitteln oder Chemikalien eingesetzt und unterstützt die dort üblichen Arbeitsprozesse.

Zerstörungsfreie Inhaltsanalyse von Tabletten und Flüssigkeiten
Für den Einsatz zur zerstörungsfreien Inhaltsanalyse von Tabletten, Feststoffen und Flüssigkeiten dient der NIRS XDS Masterlab Analyzer. Das Gerät wird für Routinetests eingesetzt und kann dabei helfen den Produktionsprozess zu beschleunigen oder aber Quarantänezeiten zu eliminieren. Für den Einsatz in der Pharmaindustrie erfüllt das Spektrometer die dort geltenden Regularien.

Die Testmethode deckt alle festen Darreichungsformen ab: geschichtete Tabletten, Tabletten mit Überzug oder Kern, Kapseln, Filmtabletten, Geltabletten und Gelkapseln. Der flexible Probenahmemechanismus des Geräts ermöglicht eine vollautomatische Reflexions- oder Transmissionsanalyse einer mit Tabletten oder Probenvials bestückten Palette. Hierfür wird die Palette in das Gerät eingesetzt, worauf der bewegliche (X-Y) Probenahmemechanismus jede Tablette bzw. jedes Vial richtig positioniert.

Durch die integrierte Funktion zur Einstellung des Messflecks kann die Probenausleuchtung dem Durchmesser der verwendeten Vials angepasst werden. Die optionale Probenzelle für grobkörnige Substanzen erweitert die Analyse auf inhomogene Feststoffformen. Eine Mittelung der Spektren über dieses vergrösserte Messfenster ermöglicht somit die NIR-Analsyse nicht nur von feinen Pulvern, sondern auch von grobkörnigen Materialien wie Pellets und Flocken. Methoden zur Probenidentifikation sowie quantitativen Bestimmung erfolgen einfach und bequem mit der modernen, benutzerfreundlichen und netzwerkfähigen Vision-Software.

Eine Sonderpublikation des Herstellers zum Thema NIR finden Sie hier.

 

Zwei Fragen an Markus Steinke, Metrohm

„Ständig neue Anwendungen und Methoden“
Welche aktuellen Produkte und Lösungen stehen derzeit für Sie im Fokus?
Steinke: Metrohm versteht sich als Problemlöser – im Labor ebenso wie im industriellen Prozess. Deshalb bieten wir jedem Kunden eine massgeschneiderte Gesamtlösung, die neben dem Gerät auch das notwendige Applikationswissen umfasst. In unseren eigenen Labors entwickeln Chemiker zu diesem Zweck kontinuierlich neue Anwendungen und Methoden, publizieren diese in einschlägigen Fachmagazinen und erschliessen unseren Kunden dadurch neue Anwendungsfelder. Aktuelle Beispiele hierfür sind die Forschung in den Bereichen Elektromobilität bzw. alternative Antriebstechniken oder auch das weite Feld der Umweltanalytik, wo unsere Geräte und Applikationen den Nachweis von giftigen Schwermetallen und anderen Stoffen im Spurenbereich ermöglichen.

Der Analytikmarkt ist hart umkämpft. Wie unterscheidet sich Metrohm von anderen Anbietern?
Steinke: Wir differenzieren uns durch die Qualität und technische Innovation. Ein Drittel unserer Mitarbeiter am Firmensitz in Herisau arbeitet im Bereich Forschung und Entwicklung und hier insbesondere in den Bereichen Softwareentwicklung, Elektronik und Konstruktion. Dieser Breite in der Entwicklung entspricht die Fertigungstiefe unsere Produktion. Von der Dickfilm-Hybridschaltung über die gesamte Mechanik bis zu Anwendersoftware entwickeln und produzieren wir alles selbst.

 

Unabhängigkeit gesichert
Die Schweizer Metrohm AG ist ein weltweit führender Hersteller von Präzisionsinstrumenten für die chemische Analytik. Das Spezialgebiet des Herstellers ist die Ionenanalytik. Am Firmenhauptsitz in Herisau in der Ostschweiz entwickeln und produzieren rund 390 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Systeme für alle Varianten der Ionenanalytik. In mehr als 40 eigenen Tochtergesellschaften und weiteren 40 Exklusiv-Vertretungen arbeiten weltweit 1.900 Mitarbeiter für Metrohm. Die Firma ist seit 1982 im Besitz der gemeinnützigen Metrohm Stiftung, die aber keinen Einfluss auf das operative Geschäft der Firma nimmt. Die Stiftung fördert begabte Schüler in den Naturwissenschaften, unterstützt karitative und gemeinnützige Zwecke im Kanton Appenzell Ausserrhoden und gewährleistet die Unabhängigkeit des Unternehmens.

Heftausgabe: März 2014
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Markus Steinke ist Chief Marketing Officer bei Metrohm

Über den Autor

Markus Steinke ist Chief Marketing Officer bei Metrohm

Markus Steinke ist Chief Marketing Officer bei Metrohm

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