Neue Fermentations-Anlage für Mikroorganismen

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29.04.2009 Das spanische Unternehmen Syva Laboratorios SA ist einer der führenden Hersteller von Tierarzneimitteln und von Zusätzen für Tierfutter. Nun wurde eine neue Produktionslinie zur Herstellung von Impfstoffen am Stammsitz in Leon eröffnet, dort wird künftig auch die Forschungs- und Entwicklungszentrale des Unternehmens sein. Ein Bestandteil dieser Linie sind drei Reaktoren für Impfstoffe und ein Fermentations-System.

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Entscheider-Facts Für Anwender



  • Bei Syva Laboratorios in Spanien wurde ein neues Fermentations-System installiert. Der Tank hat eine Arbeitskapazität von 240l.
  • Über ein Einblasrohr am Boden wird Stickstoff in den Tank geblasen, das spezielle CRC-Rührwerk sorgt für eine perfekte Vermischung und die beabsichtigte Verdrängung des Sauerstoffs.
  • Eine Besonderheit ist die Ausführung der Isolierung mittels „square profilejackets“ anstelle der traditionellen, angeschweißten Leitung.
  • Diese Variante erleichtert den Tank, macht ihn dennoch deutlich biegesteifer und stabiler, bietet aber trotzdem die Effizienz des Thermostatsystems.
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Das Fermentations-System arbeitet vollautomatisch und bereitet aktive, anaerobe Mikroorganismen für ihr intensives Wachstum vor

Das Fermentations-System arbeitet vollautomatisch und bereitet aktive, anaerobe Mikroorganismen (die nur unter Abwesenheit von Sauerstoff arbeiten) für ihr intensives Wachstum vor. Eine kleine Menge des lebenden Bakterienstammes wird dazu mit speziell aufbereitetem Wasser und den entsprechenden Nährstoffen in den Fermentations-Tank gegeben. Im System herrschen ideale Lebensbedingungen; diese werden ständig kontrolliert und auf einem für die maximale Vermehrung optimalen Level gehalten. Dieser korrekte, kontrollierte und ständig dokumentierte Fermentations-Prozess sichert die sehr rasche Vermehrung wie auch höchstmögliche Qualität der Mikroorganismen zu. Diese werden nämlich anschließend speziell behandelt, um so als aktive Bestandteile die Basis der Impfstoffe zu bilden.

Das von Spezialisten unter Hightech-Bedingungen produzierte Fermentations-Equipment umfasst einen Tank mit 240l Arbeitskapazität. Über ein Einblasrohr am Boden wird Stickstoff in den Tank geblasen, das spezielle CRC-Rührwerk sorgt für eine perfekte Vermischung und die beabsichtigte Verdrängung des Sauerstoffs. Der Tank ist ummantelt mit einer zweiten Hülle; die dazwischen liegende Isolationsschicht sichert so gemeinsam mit einem Wärmeübertrager, Umwälzpumpen sowie den erforderlichen Ventilen und Kontrollsystemen im Inneren des Tanks ständig gleichbleibende Temperaturbedingungen.

Leichterer, aber stabilerer Tank

Einige technische Innovationen wurden in Leon realisiert, so etwa der Einsatz der Isolierung mittels „square profile jackets“ anstelle der traditionellen, angeschweißten Leitung. Diese Variante erleichtert den Tank, macht ihn dennoch deutlich biegesteifer und stabiler, bietet aber trotzdem die Effizienz des Thermostatsystems. Ungewöhnlich ist auch die druckbeaufschlagte, mechanische Gleitringdichtung, die im Rührwerk eingesetzt wird. Alle produktberührenden Teile sind aus rostfreiem Edelstahl Aisi 316L gefertigt und unter 0,5µm poliert: Sie erfüllen die einschlägigen Materialanforderungen und sind mit Rauheitszertfikaten ausgestattet.

Das gesamte System arbeitet vollautomatisch und beinhaltet sämtliche notwendigen Sensoren – Temperatur, Füllstand, pH-Wert und Trübung – für eine perfekte und störungsfreie Arbeitsweise. Das Bedienpult verfügt über einen berührungsempfindlichen Bildschirm sowie eine SPS, die die enge Anbindung an das Scada-System sichert. Hierbei handelt es sich um ein Prozessvisualisierungs- und Leitsystem inklusive Datenbank mit dem Ziel der einfachen Prozesssteuerung und Rückverfolgbarkeit vom PC aus.

Heftausgabe: Mai-Juni 2009
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Romain Waidelich , Vertriebsleiter Deutschland Inoxpa

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Romain Waidelich , Vertriebsleiter Deutschland Inoxpa

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