Mensch im Reinraumanzug mit Gold-Wafer

Die neuen Elektroden sollen auf Graphen basieren, an dessen Weiterentwicklung für medizinische Zwecke Innervia Bioelectronics forscht. (Bild: Merck)

Bei chronischen Krankheiten ist die Weiterleitung von Nervensignalen häufig gestört oder fehlgeleitet. Dieser Umstand kann teilweise durch den Einsatz von sogenannten Neurostimulatoren im Rahmen von bioelektronischen Therapien behandelt werden. Dabei kommen kleine, implantierbare Geräte zum Einsatz, die elektrische Nervenimpulse im Körper modulieren

Das Projekt des Merck Innovation Center, welches sich mit der Entwicklung von solchen Neurostimulatoren beschäftigt, hat jetzt mit Innervia Bioelectronics, einem Tochterunternehmen von Inbrain Neuroelectronics, einen neuen Kooperationspartner. Es ist bereits die zweite Kooperation im Bereich Bioelectronics von Merck und zielt darauf ab, Selektivität und Energieeffizienz der Neurostimulatoren zu erhöhen. Die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen ist auf mehrere Jahre angelegt. Das Start-Up Innervia Bioelectronics will sein technisches Know-How bei der Entwicklung von Graphen-Schnittstellen, Geräten und der Signalverarbeitung für klinische Anwendungen einbringen. Merck bringt derweil seine Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der Bioelektronik sowie seine Expertise in den Bereichen Data Science, Klinik und Zulassung in die Kooperation ein.

Zu Beginn wollen die Partner sich auf entzündliche, metabolische und endokrine Erkrankungen konzentrieren. „Bioelektronische Geräte sind in der Lage, direkt mit dem Nervensystem zu kommunizieren. Die Aufzeichnung von Nervensignalen und deren Kombination mit anderen zugänglichen physiologischen Daten wird zu einem besseren Verständnis von Krankheiten führen und eine personalisierte Therapie ermöglichen“, sagte Robert Spoelgen, Leiter Bioelectronics, Merck Innovation Center. Dafür wollen die Kooperationspartner die vielversprechenden Eigenschaften von Graphen in Sachen Miniaturisierung, Präzision und Effizienz bei der Modulation des Vagusnerven nutzen. Reduziertes Graphenoxid weist vielversprechende Materialeigenschaften auf, um den Energieverbrauch bei gleichbleibender Stimulationswirksamkeit deutlich zu senken. Erreicht wird dies durch eine hohe Ladungsinjektionsgrenze in Kombination mit einer im Vergleich zu allen anderen verfügbaren Elektrodenmaterialien sehr niedrigen Impedanz. Innervias Technologie macht sich diese Leistungsfähigkeit von Graphen und dessen elektrische und thermische Leitfähigkeit zunutze.

Merck hat es übrigens auch unter die sieben umsatzstärksten deutschen Pharmakonzerne geschafft – auf welchen Platz lesen Sie hier.

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