Konzentration auf Wachstumstreiber

Nestlé trennt sich von Teilen des Buitoni-Geschäfts

10.06.2020 Nestlé gibt sein nordamerikanisches Geschäft mit der Pasta- und Soßenmarke Buitoni an den Finanzinvestor Brynwood Partners ab. Damit trennt sich der Nahrungsmittel-Konzern einmal mehr von einem zuletzt eher schwächelnden Geschäft und konzentriert sich auf definierte Wachstumstreiber.

Der Finazinvestor Brynwood Partners ist auf den Lebensmittel- und Getränkebereich spezialisiert. Zu seinem Portfolio gehört unter anderem der Saftproduzent Harvest Hill. Zu den finanziellen Details des Buitoni-Deals machten die beiden Parteien keine Angaben. Nach Angaben des Wall Street Journals beläuft sich der Wert der Buitoni Food Company mit den Rechten an der Marke in den USA, Kanada und der Karibik auf etwa 115 Mio. Dollar. Die Transaktion schließt auch die Produktionsstätte in Danville im US-Bundesstaat Virgina ein und soll innerhalb eines Monats abgeschlossen sein.

Die Marke Buitoni ist unter anderem im Bereich Teigwaren vertreten. (Bild: Nestlé)

Die Marke Buitoni ist unter anderem im Bereich Teigwaren vertreten. (Bild: Nestlé)

Der Verkauf fügt sich ein in die bei Nestlé zu beobachtende Strategie, sich von Geschäften mit eher schwachem Wachstum und unterdurchschnittlichen Margen zu trennen. So hatte sich der Konzern zuletzt beispielsweise auch Teile des Speiseeisgeschäfts in ein Joint-Venture ausgelagert. Mit den Verkaufserlösen will Nestlé stattdessen offenbar verstärkt in die als Wachstumsmärkte identifizierten Bereiche Tiernahrung, Kaffee und Medizinalprodukte investieren. Anfang des Jahres hatte das Unternehmen beispielsweise vom Pharmakonzern Allergan das Magen-Darm-Medikament Zenpep erworben. Und im April kündigte Nestlé im Rahmen der Mitteilung der Quartalszahlen an, verstärkt in seine Kaffee-Marke Nescafé zu investieren. (jg)

 

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