Umfangreicher Ausbau der Fertigungskapazitäten
BD vermeidet Importzölle durch 19 Mrd. US-Dollar Investition in US-Infrastruktur
Der Medizintechnikkonzern Becton Dickinson (BD) investiert im Rahmen einer Vereinbarung mit der US-Regierung über mehrere Jahre insgesamt 19 Milliarden US-Dollar in seine US-amerikanische Infrastruktur und entgeht damit Importzöllen.
Da europäische Pharmahersteller große Mengen ihrer Produkte in die USA liefern, sind sie im besonderen Maße von den Auswirkungen der Zölle betroffen.
Schlierner – stock.adobe.com
Die mehrjährige Gesamtinvestition verteilt sich auf Kapital-, Betriebs- und Lieferketteninvestitionen in den USA. Aus der Investitionssumme fließen 3 Mrd. US-Dollar gezielt in die Erweiterung inländischer Produktionsstandorte, um die Fertigung um jährlich 5 Milliarden medizinische Verbrauchsgüter aufzustocken und künftigen Section-232-Zöllen zu entgehen. Mit diesen 3 Mrd., die direkt für den Ausbau der Fertigungsstätten vorgesehen sind, plant BD, die End-to-End-Produktion im Inland um rund 5 Mrd. essenzielle medizinische Verbrauchsgüter pro Jahr zu steigern. Das Produktportfolio umfasst unter anderem Katheter, Spritzen und Endoskopiesysteme. Durch die Kapazitätserweiterung soll der Anteil der aus inländischer Fertigung stammenden Verbrauchsgüter von BD auf etwa 80 % steigen. Zudem sagte das Unternehmen zu, seinen US-Bedarf zu 100 % im Inland unter Verwendung von US-Stahl zu produzieren.
Als Gegenleistung für die Zusage zur Stärkung der US-Lieferkette erhält BD Schutz vor künftigen Section-232-Zöllen auf betroffene Produktkategorien. Laut BD-CEO Tom Polen spiegelt die Partnerschaft das gemeinsame Ziel wider, die Resilienz des US-Gesundheitssystems und den verlässlichen Zugang zu medizinischen Technologien nachhaltig zu stärken. BD schließt sich damit dem aktuellen Trend vieler Gesundheits- und Pharmaunternehmen an, die ihre Fertigung verstärkt in die USA zurückholen.