Laborarbeit

Ein erster gemeinsamer monospezifischer Antikörperkandidat soll noch bis 2022 in die klinische Erprobung gehen. (Bild: Tuala Hjarnø / Genmab)

Im Rahmen der neuen Vereinbarung wollen die beiden Unternehmen ihre bestehende Kollaboration auf weitere neuartige Antikörpertherapien ausweiten und dazu Genmabs firmeneigene Hexabody-Technologie nutzen. Auf dieser Technologie basiert auch der erste monospezifische Antikörperkandidat, GEN1053/BNT313, der noch bis Ende 2022 in die klinische Erprobung gehen soll. Dabei handelt es sich um ein CD27-Antikörper, der speziell dazu entwickelt wurde, um bei der Bindung seiner Zielstruktur auf der Zellmembran von T-Zellen ein Antikörper-Hexamer, also eine Formation aus sechs Antikörpern, zu bilden. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Unternehmen die Entwicklungskosten und potenzielle zukünftige Einnahmen aus dem Produktkandidaten im Verhältnis 50:50 teilen.

Die beiden Unternehmen arbeiten bereits seit 2015 gemeinsam daran, bispezifische Krebs-Antikörper zu entwickeln, um die derzeitigen Immuntherapie-Optionen für Krebspatienten zu verbessern. Die Partner haben derzeit zwei gemeinsam entwickelte Produktkandidaten in klinischen Studien, die seit 2019 getestet werden: GEN1046/BNT311 zur Behandlung von fortgeschrittenen soliden Tumoren sowie bei Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs, sowie GEN1042/BNT312 zur Behandlung von metastasierten oder lokal fortgeschrittenen soliden Tumoren.

„Durch die Erweiterung unserer Kollaboration mit Genmab können wir unser Antikörper-Portfolio und damit auch unsere Onkologie-Pipeline in Indikationsbereichen mit hohem medizinischem Bedarf weiter ausbauen“, erklärte Prof. Ugur Sahin, CEO und Mitbegründer von Biontech.

„Strategische Partnerschaften, wie unsere Zusammenarbeit mit BioNTech, sind entscheidend für die Entwicklung differenzierter Antikörpermedikamente mit dem Ziel, das Leben von Krebspatienten zu verbessern“, glaubt auch Jan van de Winkel, CEO von Genmab.

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