Mono-PP-Beutel von Südpack erfüllt bereits die Anforderungen der PPWR

Traditioneller Genuss trifft nachhaltige Verpackungslösung

Mit seinen Knabber-Kabanos im recyclingfähigen Standbodenbeutel reagiert Houdek auf den anhaltenden Snack-Boom und steigende Umweltanforderungen. So macht das Familienunternehmen seine Erfolgsprodukte fit für die Zukunft und vereint dabei Geschmack, Convenience und Recyclingfähigkeit.

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Ein Bestseller und seit mehr als 100 Jahren mit unverändertem Rezept hegestellt: die Houdek-Kabanos

Die Nachfrage nach verzehrfertigen Snacks steigt. Ob Picknick im Grünen, Party, Fernseh-Session, Sport-Event, Arbeitsplatz oder Urlaubsfahrt – der Griff in die Tüte oder in die Box ist für Viele längst zur Gewohnheit geworden. Salzige, saure, süße, vegetarische oder gesunde Kleinigkeiten ersetzen immer häufiger reguläres Essen – und schließen damit zum Teil auch eine echte Versorgungslücke. Während sich nämlich noch vor einigen Jahren rund 70 % aller Beschäftigten regelmäßig Zeit für eine Hauptmahlzeit während der Arbeitszeit nahmen, sind es laut der aktuellen Studie „Global Eating at Work 2025“ der Compass Group nur noch etwa 57 %. Jeder fünfte Arbeitnehmer gönnt sich heute im Schnitt nur noch eine Viertelstunde Zeit für seine Pause – und nur ein Viertel der Beschäftigten in Deutschland hat überhaupt die Möglichkeit, in einem Betriebsrestaurant zu essen.

Für Hersteller und Inverkehrbringer von kleinen Mahlzeiten und To-go-Angeboten eröffnet dieser Wandel neue Chancen. Die Aussichten jedenfalls sind glänzend: Prognosen zufolge wird der weltweite und derzeit rund 650 Mrd. US-Dollar schwere Markt für Snacks innerhalb der nächsten zehn Jahre auf mehr als eine Mrd. US-Dollar prognostiziert.

Eine echte Erfolgsgeschichte

Auch die Produkte des mittlerweile in dritter Generation geführten Familienunternehmens Rudolf und Robert Houdek GmbH erfreuen sich stetig steigender Beliebtheit. Bestseller im Sortiment sind seit der Gründung des kleinen, böhmischen Metzgerladens vor 100 Jahren durch Robert Houdek die Original-Houdek-Kabanos. Es ist eine über 100 % Buchenholz heiß geräucherte Salamispezialität, die heute noch nach traditioneller Familienrezeptur hergestellt wird.

Laura Perazzi ist Senior Brand- und Produktmanagerin bei Houdek.

Eine echte Erfolgsstory, will man meinen. Doch so richtig Schwung ins Business kam erst, nachdem Robert seinem Bruder Rudolf nach Starnberg gefolgt war, wo dieser 1949 eine eigene Metzgerei eröffnet hatte. In der Folge entstanden weitere Filialen, die Produktpalette wurde um bayerische Weißwürste, ofengebackenen Leberkäse und feine Salamispezialitäten erweitert, ein weiterer Standort im oberfränkischen Arzberg kam 1997 hinzu. Hier, in der 5.000 Einwohner zählenden, weithin bekannten Kleinstadt an der bayrischen Porzellanstraße, werden heute die Original-Houdek-Kabanos sowie Brühwurst-, Convenience- und vegane Produkte hergestellt.

Tradition und Moderne

Die beliebte Kabanos gibt es mittlerweile in vielen Geschmackssorten und auch in attraktiven Snack-Formaten. Als ideales Verpackungskonzept für den herzhaften To-go-Genuss bot sich ein Standbodenbeutel-Konzept an, das sich dank Eurolochung hängend am PoS in Szene setzen lässt. Darüber hinaus bietet es aufgrund der praktischen Aufreißhilfe viel Convenience und ist bei Konsumenten bekannt und akzeptiert.

Doch ein konventioneller Doypack aus Verbundmaterialien kam für Houdek nicht in Frage. Denn das Familienunternehmen strebt konsequent die Verbesserung des CO2-Ausstoßes an und setzt auch in puncto Verpackungen auf Nachhaltigkeit. „Wir wollen kontinuierlich den Anteil an recyclingfähigen Materialien erhöhen und gleichzeitig das Verpackungsgewicht reduzieren. Damit leisten wir einen Beitrag zur Ressourcenschonung und vermeiden unnötige Verpackung“, sagt Senior Brand- und Produktmanagerin Laura Perazzo.

Die bisherige Bilanz ist ausgesprochen positiv: 2022 konnte die Verpackungsintensität – gemessen als eingesetzte Kunststoffmenge pro t produzierten Produkts – gegenüber dem Vorjahr durch gezielte Maßnahmen um 8 % auf 42 kg, im Folgejahr auf 40 kg und 2024 sogar auf 38 kg gesenkt werden. Da damit die heutigen Möglichkeiten in puncto Materialeffizienz beinahe ausgeschöpft sind, konzentriert man sich bei Houdek seit 2025 maßgeblich auf die Verbesserung der Recyclingfähigkeit. Schrittweise werden die eingesetzten Materialstrukturen also durch recyclingfähige PP-Folien substituiert, „bei Neueinführungen von Produkten berücksichtigen wir die Recyclingfähigkeit bereits in der Entwicklungsphase“.

Recyclingfähig, materialeffizient und zukunftsfähig

Bei den Snackverpackungen für die Original-Kabanos fiel die Entscheidung schließlich zugunsten eines zukunftsfähiges Beutelkonzepts von Südpack mit integriertem Sichtfenster. Es handelt sich dabei keineswegs um das erste gemeinsame Projekt – mit dem oberschwäbischen Folienhersteller verbindet Houdek bereits eine lange, erfolgreiche Partnerschaft.

Die To-go-Kabanos gibt es auch als „Minis“ sowie mit Käse.

Das Material der Wahl: Mono-PP. Die Polypropylen-Strukturen von Südpack für Doypacks erfüllen in Bezug auf ihre Recyclingfähigkeit die PPWR-Anforderungen ab 2030. Um die Besonderheiten dieser Verbunde bei der Verarbeitung berücksichtigen zu können, muss das Zusammenspiel von Folie und Maschine bereits in der Startphase geprüft werden. Eine Herausforderung bei der Produktion von Doypacks aus PP ist zum Beispiel das kleine Siegelfenster des Materials: Im Bodenbereich eines Doypacks müssen vier Lagen mit Lagensprung versiegelt werden. Hier ist für die sichere Siegelung eine sehr genaue Abstimmung des Materials auf die Maschinenparameter notwendig.

Eine weitere, zentrale Aufgabe hing unmittelbar mit der Verpackungsmaschine selbst zusammen. Denn bei dem Kabanos-Produzenten wird nur diese eine komplexe Anlage zur Herstellung von Doypacks eingesetzt, entsprechend groß war demnach auch der Planungs-, Installations- und Testaufwand im Werk. Insbesondere die Bemusterung zum Einfahren der Maschine war sehr aufwändig, da die Folie wegen der notwendigen Steuerpunkte zur Erstellung der Doypacks gleich bedruckt sein musste.

Nachdem die Anlage aber implementiert war, ging alles schnell: Dank der bisherigen intensiven Zusammenarbeit von Südpack mit Maschinenherstellern sowie der langjährigen Expertise bei der Verarbeitung von Monomaterialien konnte diese letzte Projektphase innerhalb von nur vier Monaten erfolgreich abgeschlossen werden. Wobei hinzufügen wäre: Die Anwendungstechnik des Folienherstellers war zum Einfahren der Maschine und zur Maschinenabnahme mit vor Ort. Laura Perazzo: „Bei Houdek existierte glücklicherweise bereits eine entsprechende Produktrezeptur, auf der wir aufbauen konnten. Und die Gestaltung der Verpackung wurde auf Basis von Erkenntnissen aus bisherigen Produktlaunches sowie unter Einhaltung des Houdek-Design-Guides erarbeitet.“

Nachhaltig auch beim Verpackungsdruck

Die Verpackungen für die Kabanos-Snacks bieten dank der auf das Packgut abgestimmten Hochbarriere optimalen Produktschutz und eine lange Haltbarkeit von bis zu 80 Tagen – ohne Kühlung. Gedruckt wird mit SPQ (Sustainable Print Quality), der nachhaltigen Drucktechnologie von Südpack. Je nach Druckbild kann dabei laut einer LCA-Studie, die in Zusammenarbeit mit Sphera nach ISO 14040/44 durchgeführt wurde, im Vergleich zum herkömmlichen Flexodruck eine Reduzierung der CO2-Emissionen von bis zu 18 % erreicht werden.

Mit SPQ lassen sich beim Flexodruck aufgrund einer standardisierten Farbpalette der Farb- und Lösemittelverbrauch sowie auch Folienabfälle und Energieaufwand signifikant verringern. Dank des innovativen Farbmanagements werden alle Druckdesigns zudem prozessstabil und mit einem hohen Automatisierungsgrad abgebildet – bei gleichzeitig hervorragender Druckqualität und besonderer Farbbrillanz. Essenziell ist zudem auch eine hohe Rapportgenauigkeit im Druck: Sie minimiert Ausschuss, steigert die Verpackungseffizienz und sorgt für ein professionelles Erscheinungsbild.

Mit dem Abschluss des anspruchsvollen Projekts bei Houdek ist allerdings noch lange nicht Schluss. Denn auch weitere Produktsorten sollen auf recyclingfähige Verpackungen umgestellt werden, um die Anforderungen der PPWR und vor allem auch eigene Nachhaltigkeitsziele zu erfüllen.