Erhebliche Kapazitätserweiterung

BMS-Tochter investiert 173 Mio. Dollar in Radiopharmazie-Produktionsstätte in Indiana

Die Bristol-Myers-Squibb-Tochtergesellschaft Rayzebio baut ihre Kapazitäten im Bereich der Radiopharmazeutika signifikant aus. Das Unternehmen investiert 173 Millionen US-Dollar in den Bau einer neuen Produktionsstätte in Whitestown, Indiana.

Symbolbild: Spritze und Impfstofffläschchen liegen auf einem Labor­tisch vor einem Monitor mit Diagrammen.

Der Baubeginn für die neue, rund 20.900 m2 große Anlage soll noch in diesem Jahr erfolgen. Der neue Campus ergänzt eine bereits bestehende Produktionsstätte für Radiopharmazeutika im nahegelegenen Indianapolis, die im Juli 2025 in Betrieb genommen wurde. Bis Ende 2029 plant das Unternehmen, an beiden Standorten insgesamt 100 hochqualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen.

Die Produktionsstätten sind auf die Herstellung neuartiger Krebstherapien spezialisiert, die auf dem alpha-emittierenden Isotop Actinium-225 (Ac225) basieren. Dieser Ansatz unterscheidet sich technologisch von bereits zugelassenen Radiotherapeutika, welche auf beta-emittierende Lutetium-Isotope setzen. Der führende Produktkandidat von Rayzebio, RYZ101, befindet sich derzeit in klinischen Phase-3-Tests für gastroenteropankreatische neuroendokrine Tumoren (GEP-NETs).

Da Radiopharmazeutika eine sehr begrenzte Haltbarkeit aufweisen, ist eine schnelle Logistik für den Vertrieb entscheidend. Laut Angaben von BMS liegt der Standort in Indiana strategisch so günstig, dass von dort aus die Hälfte der US-Bevölkerung innerhalb einer 10-stündigen Fahrtzeit erreicht werden kann. Indiana etabliert sich zunehmend als wichtiges Zentrum der Branche: Neben BMS betreiben auch andere Marktführer wie Novartis und Eli Lilly radiopharmazeutische Produktionsanlagen in unmittelbarer Nähe.