Fokus auf Diabetes- und Adipositas-Therapien
Eli Lilly und Resilience investieren 750 Millionen US-Dollar in Standort in Ohio
Der US-Pharmakonzern Eli Lilly und der Auftragshersteller National Resilience haben eine massive Erweiterung ihrer Zusammenarbeit angekündigt. Die Unternehmen investieren 750 Mio. US-Dollar in die Modernisierung eines Werks für Injektionspräparate
Eli Lilly
Ziel der Investition ist es, die Produktionskapazitäten für Lillys Kwikpen-Injektionsgeräte deutlich zu steigern. Diese werden für die Verabreichung der stark nachgefragten Medikamente gegen Diabetes (Mounjaro) und Adipositas (der „Abnehmspritze“ Zepbound) benötigt. Resilience fertigt diese Präparate bereits seit Beginn der Partnerschaft im Jahr 2023 und erreichte kürzlich den Meilenstein von 150 Millionen produzierten Dosen.
Die Modernisierung konzentriert sich auf den Standort in Blue Ash, Ohio, wo Resilience mittlerweile auch seinen Hauptsitz hat. Der Ausbau umfasst hochmoderne Anlagen für die sterile Abfüllung sowie die Montage und Verpackung von Injektionsgeräten. Die wesentlichen Eckpunkte des Projekts umfassen mindestens 400 neue Arbeitsplätze, wodurch die Belegschaft des CDMO in Ohio auf über 1.400 Mitarbeiter anwächst. Die Inbetriebnahme der erweiterten Produktionslinien für den Kwikpen wird für das Jahr 2027 erwartet.
Für National Resilience markiert diese Investition einen wichtigen Schritt nach einer Phase der Konsolidierung, in der das Unternehmen sechs seiner zuvor zehn Standorte schloss, um sich auf effizientere Kernzentren wie Ohio zu konzentrieren. Laut CEO William Marth spiegelt die Investition das Ziel wider, eine der größten und fortschrittlichsten Anlagen für sterile Injektionspräparate in den USA aufzubauen.
Die Erweiterung ist auch im Hinblick auf Lillys Pipeline von Bedeutung. Mit der erwarteten Zulassung des neuen Wirkstoffs Retatrutid im Jahr 2027, der in Studien eine Gewichtsreduktion von bis zu 28,3 % zeigte, rechnet der Konzern mit einem weiteren Anstieg der Nachfrage nach Injektionslösungen.