Eine von zehn seit 2020 angekündigten Investitionen in den USA

Lilly legt in Houston den Grundstein für Produktionsstandort

In Houston im US-Bundesstaat Texas investiert Eli Lilly 6,5 Mrd. US-Dollar in eine Produktionsanlage unter anderem für ein orales GLP-1-Medikament. Das Projekt ist eine von zehn Investitionen in den USA, die der Konzern seit 2020 angekündigt hat.

Sechs Personen stehen mit Spaten auf einer rot-weißen Bühne vor einem Futurenow-Hintergrund.
Der erste symbolische Spatenstich in Houston wurde Ende September gesetzt.

Eli Lilly hat in Houston den ersten Spatenstich für einen der zehn seit 2020 angekündigten Produktionsstandorte in den USA vorgenommen. Es handelt sich um den fünften Standort zum Herstellen pharmazeutischer Wirkstoffe (API) im Inland. Das schließt das erste synthetische orale GLP-1-Medikament des Konzerns (Foundayo) sowie weitere niedermolekulare Medikamente und andere Therapeutika wie Oligonukleotide ein.

Luftbild einer großen modernen Gebäudeanlage mit Parkplätzen und Straßen inmitten von Grünflächen.
Der Konzern stellt derzeit in Houston ein und geht davon aus, dass die neue Anlage mehr als 600 hochbezahlte Arbeitsplätze schaffen wird.

Der Konzern stellt derzeit in Houston ein und geht davon aus, dass die neue Anlage mehr als 600 hochbezahlte Arbeitsplätze schaffen wird, darunter für Ingenieure, Wissenschaftler, Betriebsmitarbeiter und Labortechniker. Zudem will der Konzern 12,5 Mio. US-Dollar zur Verfügung stellen, um eine Partnerschaft mit dem San Jacinto College zu fördern, die den Einwohnern von Houston einen Einstieg in Karrieren in der modernen chemischen Syntheseproduktion ermöglicht, ohne dass Vorkenntnisse erforderlich sind. Im Mittelpunkt dieser Partnerschaft stehen die Entwicklung von Ausbildungswegen sowie der Ausbau der Ausrüstung und der Kapazitäten der Einrichtungen, die für die Ausbildung von Technikern, Bedienern, Wartungsfachkräften und anderen Fachkräften in der Produktion erforderlich sind.

Foundayo ist ein GLP-1-Rezeptoragonist, der in den USA zur Gewichtsregulierung bei Erwachsenen mit Adipositas oder bei Erwachsenen mit Übergewicht und einer gewichtsbedingten Erkrankung zugelassen ist. Es handelt sich um ein niedermolekulares Präparat und nicht um ein Peptid; niedermolekulare Präparate werden mit bewährteren Technologien hergestellt und lassen sich daher leichter skalieren. Das oral einzunehmende Präparat durchläuft derzeit das Zulassungsverfahren in mehr als 40 Ländern, wobei die vollständige weltweite Markteinführung für 2027 angestrebt wird. Der Konzern untersucht Foundayo zudem für weitere Anwendungsgebiete, darunter Typ-2-Diabetes und obstruktive Schlafapnoe; Daten hierzu werden noch in diesem Jahr erwartet.