Neue Anlage in Michigan für 75 Mio. US-Dollar
Niowave erweitert Kapazitäten für Krebstherapie-Isotope
Das US-Unternehmen Niowave hat den ersten Spatenstich für eine 75 Mio. US-Dollar teure Produktionsanlage an seinem Standort in Lansing im US-Bundesstaat Michigan gesetzt. Damit soll die Produktion des Radioisotops Actinium-225 massiv steigen.
(Bild: KI-generiert mit Dall-E / OpenAI)
Die Anlage, die auf dem Gelände der Capital Region Airport
Authority errichtet wird, soll voraussichtlich im Jahr 2028 den Betrieb aufnehmen. Das technische Herzstück der Fabrik
bilden mehrere von Niowave entwickelte supraleitende
Linearbeschleuniger sowie hochmoderne Verarbeitungs- und
Qualitätssysteme, die eine zuverlässige und skalierbare Produktion von Actinium-225 (Ac-225) ermöglichen
sollen. Durch die Erweiterung etstehen etwa 70 neue Arbeitsplätze für hochqualifizierte Fachkräfte in den
Bereichen Forschung und Entwicklung, Ingenieurwesen und Qualitätssicherung.
Der Ausbau erfolgt vor dem Hintergrund einer rasant
steigenden globalen Nachfrage nach Alpha-Strahlern für radiopharmazeutische
Anwendungen. Ac-225 gilt als besonders vielversprechend für die zielgerichtete Alpha-Therapie (TAT),
da es Tumorzellen durch hochenergetische Strahlung präzise zerstört und dabei
die Belastung für das umliegende gesunde Gewebe minimiert. Im Gegensatz zu
bereits etablierten Betastrahlern wie Lutetium bietet Ac-225 eine noch
punktgenauere Energieabgabe direkt an der Tumor-DNA. In den vergangenen sechs
Monaten hat Niowave bereits bedeutende Lieferverträge
mit den Pharmakonzernen Novartis und Astrazeneca geschlossen.
Niowave wurde 2005 als Spin-off der Michigan State
University gegründet und hat sich auf die Entwicklung supraleitender
Elektronen-Linearbeschleuniger und radiochemischer Verfahren spezialisiert. Mit
der neuen Anlage festigt das Unternehmen seine Position als einer der führenden
Akteure in der heimischen Versorgungskette für medizinische Radioisotope in den
USA.